Arbeitsgelegenheiten

Arbeitsgelegenheiten sind Maßnahmen der öffentlich geförderten Beschäftigung, in denen zusätzliche, im öffentlichen Interesse liegende und wettbewerbsneutrale Arbeiten verrichtet werden. Sie dienen insbesondere dazu die soziale Integration zu fördern sowie die individuelle Beschäftigungsfähigkeit zu stabilisieren bzw. wiederherzustellen und damit mittelfristig die Chance zur Integration in den regulären Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Öffentlich geförderte Beschäftigung vermittelt Erkenntnisse über Eignungs- und Interessenschwerpunkte und liefert somit wichtige Hinweise für Förderung und Strategien zur Arbeitsaufnahme.

Die wöchentliche Arbeitszeit kann hierbei variabel den Bedürfnissen der Beschäftigten angepasst werden, so dass gerade Alleinerziehenden oder körperlich beeinträchtigten Personen ein erleichterter Einstieg in die Beschäftigung (auch als Arbeitserprobung) ermöglicht werden kann.

Arbeitsgelegenheiten sind immer nachrangig gegenüber Vermittlung in Arbeit oder Ausbildung, Qualifizierung und anderen Eingliederungsinstrumenten. Innerhalb von fünf Jahren ist der maximale Einsatz in Arbeitsgelegenheiten auf 24 Monate begrenzt.

Für die Dauer der Ausübung einer Arbeitsgelegenheit zahlt das Jobcenter eine Mehraufwandsentschädigung von derzeit 1,50 Euro pro Stunde. Die Mehraufwandsentschädigung ist kein Arbeitsentgelt bzw. Lohn und wird nicht auf die Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts angerechnet.