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Mehrbedarf

Mehrbedarfe umfassen Bedarfe, die nicht durch die Regelleistung abgedeckt sind.

Die Summe der insgesamt zu zahlenden Mehrbedarfe ist auf die Höhe der jeweils zustehenden Regelleistung begrenzt. Folgende Mehrbedarfe können gewährt werden:


Zuschuss für digitale Endgeräte für Schülerinnen und Schüler

Seit dem 01.01.2021 besteht die Möglichkeit der Gewährung eines Mehrbedarfs von bis zu 350 Euro für digitale Endgeräte nach § 21 Abs. 6 SGB II. Grundsätzlich berechtigt sind alle Schülerinnen und Schüler bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres, die eine allgemein- oder berufsbildende Schule besuchen. Berechtigt sind auch solche Schülerinnen und Schüler, die eine Ausbildungsvergütung erhalten. Anspruch haben nur Familien, die bereits Leistungen nach dem SGB II beziehen. Weitere Voraussetzung ist, dass der reguläre Präsenzunterricht ausgesetzt wurde und stattdessen ein pandemiebedingter Distanzunterricht stattfindet. Zudem ist vorab zu klären, ob ein geeignetes Gerät durch Dritte (z.B. die Schule) zur Verfügung gestellt werden kann.

Alle wichtigen Informationen zur Antragstellung haben wir in dem Download für Sie zusammengefasst:

Informationen zur Antragstellung: Computer/Tablet/Laptop/Drucker

PDF-Dokument (401.7 kB)

Reichen Sie daher zur vereinfachten Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen und Bedarfsermittlung bitte zusätzlich den vollständig ausgefüllten Vordruck mit ein.

Vordruck: Nachweis digitale Endgeräte

PDF-Dokument (414.8 kB)


Mehrbedarf für werdende Mütter

Der Anspruch auf Mehrbedarf bei Schwangerschaft besteht ab der 13. Schwangerschaftswoche. Als Nachweis ist der Mutterpass oder eine ärztliche Bescheinigung über den voraussichtlichen Entbindungstermin vorzulegen.
Die Höhe dieses Mehrbedarfs beträgt 17% des maßgeblichen Regelbedarfes.


Mehrbedarf für Alleinerziehende

Alleinerziehende sind Personen, die mit einem oder mehreren Kindern im gemeinsamen Haushalt leben und alleine für deren Erziehung und Pflege sorgen. Die Höhe des Mehrbedarfes beträgt 36 Prozent des maßgeblichen Regelbedarfes bei 1 Kind unter 7 Jahren oder 2 bis 3 Kindern unter 16 Jahren, oder je 12 Prozent für jedes Kind, zusammen jedoch höchstens 60 Prozent des maßgeblichen Regelbedarfes.


Mehrbedarf für Behinderte Hilfebedürftige

Der Mehrbedarf wird gewährt, wenn eine Behinderung vorliegt, die den Hilfebedürftigen bei der Teilhabe am Arbeitsleben beeinträchtigt und er bestimmte Leistungen nach dem SGB IX beziehungsweise dem SGB XII erhält. Die Höhe dieses Mehrbedarfs beträgt 35 % der individuell zustehenden Regelleistung.


Kostenaufwändige Ernährung

Ein Anspruch auf diesen Mehrbedarf haben Personen, die aus medizinischen Gründen eine kostenaufwändige Ernährung benötigen. Zum Nachweis der medizinischen Notwendigkeit einer kostenaufwändigen Ernährung ist eine ärztliche Bescheinigung vorzulegen.

Die Notwendigkeit einer kostenaufwändigen Ernährung sowie die Höhe des Mehrbedarfs ergeben sich aus den Empfehlungen des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge.