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Alphabetisierung und Grundbildung

Das Jobcenter Berlin Mitte meldet sich zum Alpha-Siegel an

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Bild: Fotolia_ra2 studio

Rund 320.000 Berliner können nicht richtig lesen oder schreiben. Neue Initiativen sollen das ändern.

Wer nicht oder nur mit großer Mühe lesen und schreiben kann, ist von vielen Möglichkeiten, die Welt zu erfassen und sich an der Gestaltung der Gesellschaft zu beteiligen, ausgeschlossen.

Jeder achte Erwachsene in Deutschland kann nicht ausreichend lesen und schreiben. Die neue LEO-Studie der Universität Hamburg aus dem Jahr 2018 sagt, dass 6,2 Mio. deutschsprechende Erwachsene im Alter von 18-64 Jahren mit einer sogenannten geringen Literalität leben, d.h. das Niveau ihrer Schriftsprachkompetenzen befindet sich unterhalb der Textebene. Arbeitsanweisungen, Sicherheitshinweise, Beipackzettel, Fahrpläne stellen große Hürden für diese Menschen dar.

Am 24.06.2019 meldete sich das Jobcenter Berlin Mitte zum sogenannten Siegelprozess beim zuständigen Berliner Grund-Bildungs-Zentrum an und hat nun ca. eineinhalb Jahre Zeit, um eine von fünf Liegenschaft auf die Bedürfnisse und Belange von Menschen auszurichten, die nicht richtig lesen und schreiben können.

Dazu gehören u.a. qualifizierte Schulungen von Beschäftigten im ständigen Kundenkontakt, die Überarbeitung des Internetauftritts und die barrierefreie Orientierung im Gebäude (Wedding) selbst.

Ansprechpartnerin im Jobcenter Berlin Mitte für dieses Thema:

Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt (BCA)

E-Mail: Jobcenter-Berlin-Mitte.BCA2@jobcenter-ge.de

Postanschrift:
Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt
Jobcenter Berlin Mitte
10086 Berlin