Schon gewusst? Produkte und Erfindungen „made in Berlin“

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  • Litfaßsäule
    Die Idee der Plakatsäule geht zurück auf den Druckereibesitzer und Verleger Ernst Litfaß, der aus Verärgerung über das wilde Plakatieren in der Stadt im Jahr 1855 die ersten Litfaßsäulen in Berlin aufstellen ließ.
  • Elektrische Straßenbahn
    1881 nahm in Lichterfelde bei Berlin die erste elektrische Straßenbahn der Welt den Probebetrieb auf. Die von Werner von Siemens gebauten Wagen erreichten eine Maximalgeschwindigkeit von 20 km/h. Heute hat Berlin – obwohl die Straßenbahn nur im ehemaligen Ostteil verkehrt – das größte Straßenbahnnetz Deutschlands.
  • Fön
    Um 1900 stellte AEG die erste elektrische Heißluftdusche vor, den „Fön“. 90 Grad heiße Luft kam aus dem Düsenrohr des rund 2 Kilo schweren Geräts. Heute ist der Fön eingetragenes und streng geschütztes AEG-Warenzeichen.
  • Thermoskanne
    Für den Berliner Eismaschinenfabrikant Carl von Linde sollte Reinhold Burger ursprünglichen einen Behälter zum Transport verflüssigter Luft entwickeln. Der Glastechniker entdeckte, dass sich in dem Behälter mit doppelter Wand auch Heißgetränke aufbewahren ließen. So entstand die Thermoskanne, die er 1903 zum Patent anmeldete.
  • Taschenlampe
    Paul Schmidt gründete 1896 die Prüfungsanstalt für Elektrochemie, ab 1901 unter dem Namen DAIMON bekannt, erfand die Trockenbatterie und meldete 1906 die 4,5-Volt-Taschenlampe zum Patent an.
  • Kondom
    1916 brachte Gummifabrikant Julius Fromm aus Berlin-Prenzlauer Berg das erste nahtlose Gummi-Kondom auf den Markt. Der Begriff „Fromms“ oder „Frommser“ war noch jahrzehntelang in Deutschland gebräuchlich.
  • Fernseher
    In seinem Lichterfelder Forschungslaboratorium für Elektronenphysik entwickelte Manfred von Ardenne das erste vollelektronische Fernsehen, das er 1931 auf der Funkausstellung in Berlin der Öffentlichkeit vorstellte und es damit auf die Titelseite der New York Times schaffte.
  • Computer
    Konrad Zuse entwickelte 1941 in Berlin den Z3, den ersten funktionstüchtigen Computer der Welt. Es war ein vollautomatischer, in binärer Gleitkommarechnung arbeitender Rechner mit Speicher und einer Zentralrecheneinheit aus Telefonrelais.

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Ideenschmiede Berliner Industrie

  • Vollumrichter für Windkraftanlagen
    Zur Stromversorgung aus Windenergie brauchen Windkraftanlagen zuverlässige und effiziente Frequenzumrichter. In Berlin wurde dafür die Vollumrichterfamilie für Windkraftanlagen mit elektrisch und permanent erregtem Synchrongenerator entwickelt und getestet. In Kooperation mit einem führenden Hersteller von Windkraftgeneratoren kann damit eine aufeinander abgestimmte Kombination aus Vollumrichter und Synchrongenerator mit zuverlässiger Energie in Kraftwerksqualität angeboten werden. Der Wirkungsgrad dieses Systems setzt neue Maßstäbe.
  • Softschaltende Umrichter auf Siliciumcarbid-Basis
    Softschaltende Umrichter auf Siliciumcarbid-Basis – bedeutendes Zukunftsthema für Anwendungen in der Bordnetzversorgung im Nahverkehr, wie Straßenbahnen, S- und U-Bahn sowie Regionalzüge. Zum Steuern und Schalten hoher elektrischer Ströme und Spannungen wurde ein Serien-Resonanzwandler als Erprobungsträger für moderne Leistungshalbleiter auf SiC-Basis (Silicium Carbid) untersucht, aufgebaut und getestet. Diese können aufgrund ihrer chemischen Beschaffenheit bei sehr hohen Temperaturen eingesetzt werden und damit die Gesamteffizienz des Systems um ein Vielfaches steigern – es wurden Schaltfrequenzen von 100 KHz erreicht.
  • Handgerät zur Bedienung von Maschinen mit Smartphone-Komfort
    Nach Erfindung des Zeitrelais (1958) und der Entwicklung von Automatisierungslösungen mit eigenem NC-Kern (1985) revolutioniert nun das neuartige Handgerät zur Bedienung von Maschinen mit Smartphone-Komfort aus Berlin die Bedienung von Werkzeugmaschinen. Die leistungsfähigen Echtzeit-Ethernetlösungen EtherCAT und ercos III erlauben den Aufbau von Maschinensteuerungen mit einem einzigen Netzwerk für I/O, Antriebe und auch Bediengeräte. Als erstes Handbediengerät seiner Art unterstützt es dies beiden marktgängigen Protokollvarianten optimal und kann somit an eine Vielzahl von Steuerungen namhafter Herstellen angebunden werden.
  • Intelligenter 4-Kanal LED-Treiber
    Ein intelligenter 4-Kanal LED-Treiber integriert mehrere weit verbreitete Schnittstellen und ermöglicht durch seine Programmierbarkeit auch den Betrieb ohne externe Steuerung und die Realisierung von vorprogrammierten Lichtszenarien. Die Verbindungslösung von LED-Anwendungen mit dem DALI-Bus stellt das gesamte DALI-Protokoll für eine LED-Leuchte sowie ein PWM-Signal zum Dimmen und Schalten der LED-Treiber zur Verfügung. Damit lassen sich Leuchten leicht mit DALI ausrüsten und ermöglichen die Erweiterung vorhandener Leuchten-Designs.
  • Neigungswinkel- und Beschleunigungssensoren mit USB-Schnittstelle
    Neue Neigungswinkel- und Beschleunigungssensoren mit USB-Schnittstelle ermöglichen neue Anwendungsbereiche, wie z.B. das Messen von Beschleunigung und Bremsweg bei Autotestfahrten oder Fahrstuhlkabinen sowie die Verwindungsfestigkeit von Tragflächen (Segelflug) oder die Neigung von Stoßdämpfern bzw. Vibrationen an Maschinen. Via USB-Schnittstelle erfolgt die Datenübertragung an Laptop und PC.
  • Magnetische Messlösungen in besonders schmutziger Umgebung
    Spezial-Know-How ermöglicht magnetische Messlösungen in besonders schmutziger Umgebung. So können mit einem patentierten Spezialverfahren z. B. Produkte auf Werkzeugmaschinen genau und mit gleichbleibender Qualität gefertigt werden. Die magnetische Präzision bei mehrspurigen Lösungen ist konkurrenzlos und bietet in schmutzigen Umgebungen einen klaren Vorteil gegenüber mechanischen oder optischen Lösungen. Sie findet z. B. Anwendung in Robotern, in Windkraftanlagen und im Maschinenbau.
  • Eine der kleinsten Straßenleuchten der Welt
    Eine der kleinsten Straßenleuchten der Welt – Vandalismus sicher – beleuchtet mit ihrem puristischen Design und hochmodernem LED-Modul vorzugsweise z. B. Anlieger- und Sammelstraßen, Fahrradwege und verkehrsberuhigte Bereiche. Ein spezielles Licht- und Medienkanalsystem mit getrennten Doppelkammersystemen zur Aufnahme von Stark- und Schwachstromkabeln und einer zusätzlichen unteren Kammer zur Aufnahme von Reflektorenleuchten sowie weiterer Module, wie Lautsprecher, Kamera usw.) findet immer mehr Verwendung auf den Bahnhöfen der Deutschen Bahn.

Kontakte zu den Unternehmen sind erhältlich über die ZVEI-Landesstelle Berlin