Zur Geschichte des GKR

1952/53 wurde die epidemiologische Krebsregistrierung in der DDR begründet. Auf der Basis der gesetzlichen Meldepflicht wurden Krebserkrankungen an das Nationale Krebsregister der DDR gemeldet.

Nach der politischen Wende 1989/90 war die rechtliche Situation des GKR unklar. Die gesetzliche Meldepflicht entfiel, alle an dem bislang üblichen Meldeverfahren Beteiligten, insbesondere die Ärzteschaft, waren hinsichtlich geltender rechtlicher Bestimmungen verunsichert, die Melderate sank deutlich.

Um die einzigartige Datensammlung des Nationalen Krebsregisters zu erhalten, beschlossen die Länder Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und die Freistaaten Sachsen und Thüringen, ab 1992 das Register mit seinem Datenbestand als Gemeinsames Krebsregister weiterzuführen. 1993 trat dann mit einer Laufzeit von 2 Jahren das Krebsregistersicherungsgesetz in Kraft (Bundesgesetz).

Krebsregistrierung in den neuen Bundesländern und Berlin

Mit Inkrafttreten des Gesetzes über Krebsregister (Krebsregistergesetz – KRG) 1995 und dem Abschluss eines Verwaltungsabkommens zwischen den beteiligten Ländern wurde die Arbeit des GKR auf eine längerfristige gesetzliche Basis gestellt. In das Erfassungsgebiet wurde auch der Westteil Berlins einbezogen.

Mit der Gültigkeit des Staatsvertrages 1999 zwischen den am GKR beteiligten Bundesländern und das damit verbundene Fortgelten des Gesetzes über Krebsregister als Landesrecht ist die Weiterarbeit des GKR ab dem Jahr 2000 langfristig gesichert.