Weltkriegsbombe zwingt Sozialgericht Berlin zur Schließung - Wegen Bombenentschärfung kein Gerichtsbetrieb am Freitag, den 20. April -

Pressemitteilung vom 18.04.2018

Wie die Polizei Berlin heute Vormittag mitgeteilt hat, ist für kommenden Freitag, den 20. April 2018, die Entschärfung einer aus dem zweiten Weltkrieg stammenden Bombe geplant, die bei Bauarbeiten im Bereich der Heidestraße gefunden worden ist. Das Sozialgericht Berlin liegt direkt an der Ecke Heidestraße/Invalidenstraße und befindet sich damit im Sperrkreis, in dem am Freitag ab 9 Uhr alle Häuser geräumt werden müssen.

Aus diesem Grund bleibt das Sozialgericht Berlin am Freitag, den 20. April 2018 sowohl für die Belegschaft als auch für die Öffentlichkeit ganztägig geschlossen. Insbesondere auch die Bibliothek und die Rechtsantragsstelle werden nicht zugänglich sein. Bereits anberaumte Sitzungen werden abgeladen. Insgesamt werden 21 Verhandlungen von 7 Kammern nicht stattfinden können. Die betroffenen Prozessbeteiligten werden zeitnah auch individuell informiert werden.

Das Sozialgericht Berlin ist das größte Sozialgericht Deutschlands. 2017 gingen am Sozialgericht 30.800 neue Fälle ein. Die zahlenmäßig umfangreichsten Arbeitsgebiete betreffen die Grundsicherung für Arbeitsuchende („Hartz IV“), die Sozialhilfe, die Renten- und die Krankenversicherung.

Am Sozialgericht arbeiten knapp 140 Richterinnen und Richter und über 200 weitere nichtrichterliche Beschäftigte vorwiegend in den Geschäftsstellen, im IT-Service und in der Wachtmeisterei. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gerichts wurden heute von der Hausleitung über die beabsichtigte Schließung des Hauses informiert und für Freitag von ihrer Dienstpflicht befreit.