Warnung vor gefälschten E-Mails des Landgerichts Berlin (PM 46/2015)

Pressemitteilung vom 11.09.2015

Die Präsidentin des Kammergerichts
- Pressestelle der Berliner Strafgerichte -

Das Landgericht Berlin warnt vor gefälschten E-Mails, die als Absender vermeintliche Richterinnen und Richter des Landgerichts ausweisen und in denen die Adressaten zur Mitwirkung an Verfahren aufgerufen werden. Seit einigen Tagen kursieren zahlreiche dieser Spam-Mails, in denen dazu aufgefordert wird, eine im Anhang befindliche ZIP-Datei zu öffnen, die einen Schadcode enthalten dürfte. Es wird angeraten, derartige Mails unbeantwortet zu löschen.

Der Inhalt der Mails hat in den meisten Fällen folgenden Wortlaut:

„Landgericht Berlin Richterin Diana Pohl Sehr geehrte/r Dame/Herr,

Aufgrund der Anwesenheit bei der Herstellung von einem Strafverfahren gegen Sie, bieten, um die Dokumente zu lesen, um eine Erklärung über die Begründetheit zu geben. Dringend lesen bis zum 25. December 2015 . Dokumente zur Voruntersuchung in Zip file.

Mit freundliche Grüßen „

Das Landgericht Berlin weist ausdrücklich darauf hin, dass Schreiben, deren Nichtbeachtung rechtliche Konsequenzen hat, ausschließlich per Brief oder per Fax versandt werden. Im Rahmen ihrer dienstlichen Tätigkeit kommunizieren Richterinnen und Richter grundsätzlich nicht per E-Mail mit Personen, die ihre E-Mail-Adresse dem Gericht nicht zuvor mitgeteilt haben. Überdies enden alle E-Mail-Adressen des Landgerichts Berlin auf „…@lg.berlin.de“. E-Mails der o.g. Art können daher bedenkenlos gelöscht werden.

Dr. Tobias Kaehne
Pressesprecher