Amtsgericht Lichtenberg: Prozess über Ohrlochstechen bei einem Kind endet mit Vergleich (PM 62/2012)

Pressemitteilung vom 31.08.2012

Die Präsidentin des Kammergerichts
Pressestelle der Berliner Zivilgerichte
Elßholzstr. 30-33, 10781 Berlin

Vor dem Amtsgericht Lichtenberg in Berlin ist der Schmerzensgeldprozess wegen Ohrlochstechens heute mit einem Vergleich zu Ende gegangen. Die beklagte Betreiberin des Tattoostudios hat im Vergleich ohne Anerkennung einer Rechtspflicht einer Zahlung von 70,- EUR zugestimmt. Damit ist der Zivilprozess beendet.

In dem Verfahren hatte ein minderjähriges Kind, vertreten durch seine Eltern, von der Betreiberin eines Tattoo-Studios Schmerzensgeld in Höhe von mindestens 70,- EUR verlangt, außerdem Ersatz von Anwaltskosten. Das Kind hatte seine Forderung darauf gestützt, es habe bei einem missglückten Stechen von Ohrlöchern im Tattoo-Studio Schmerzen erlitten. In einem rechtlichen Hinweis hatte der Richter Bezug auf das “Beschneidungs-Urteil” des Landgerichts Köln genommen und die Prüfung strafrechtlicher Fragen des Falles in Aussicht gestellt. Zu einer Prüfung dieser Fragen im Rahmen des Zivilprozesses ist es wegen des Vergleichsschlusses nicht gekommen.

Amtsgericht Lichtenberg
- 14 C 58/12 –

Vgl. PM 57/12 vom 22. August 2012