Kammergericht: Johannes Heesters’ Dachau-Rechtsstreit durch Vergleich beendet

Pressemitteilung vom 22.04.2010

Pressemitteilung
Berlin, den 22.04.2010

Die Präsidentin des Kammergerichts
Pressestelle der Berliner Zivilgerichte
Elßholzstr. 30-33, 10781 Berlin

Der Rechtsstreit zwischen dem Schauspieler und Sänger Johannes Heesters und dem Publizisten Volker Kühn über dessen Äußerungen zu einem Auftritt Heesters’ im Konzentrationslager Dachau im Jahre 1941 ist heute einvernehmlich beigelegt worden. Kühn erklärte in der mündlichen Verhandlung vor dem 10. Zivilsenat des Kammergerichts, er sei weiterhin davon überzeugt, dass Heesters in Dachau aufgetreten sei, werde ihn aber künf-tig nicht mehr als Lügner bezeichnen, wenn er einen Auftritt in Dachau bestreite. Daraufhin erklärten die Parteien den Rechtsstreit in der Hauptsache für erledigt.

Kühn hatte Heesters in einem Interview mit einer niederländischen Zeitung im Februar 2008 vorgehalten, er habe seinen Auftritt im Konzentrationslager stets bagatellisiert und wahrheitswidrig bestritten, dort gesungen zu haben. Nachdem seine Unterlassungs- und Widerrufsklage hiergegen vor dem Landgericht Berlin erfolglos geblieben war, hatte Heesters, der im heutigen Vergleich die Kosten des Rechtsstreits übernommen hat, Berufung zum Kammergericht eingelegt.

- Kammergericht, Vergleich vom 22. April 2010 – 10 U 6/09
- Landgericht Berlin, Urteil vom 16. Dezember 2008 – 27 O 799/08

Vergl. auch die PM Nr. 52/2008 vom 16. Dezember 2008 unter /gerichte/presse/pressemitteilungen-der-ordentlichen-gerichtsbarkeit/2008/pressemitteilung.425905.php

Bei Rückfragen: Dr. Ulrich Wimmer
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