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Amtsgericht Tiergarten Sachbeschädigung durch Flusssäure-Freiheitsstrafe für Angeklagten (PM 47/2007)

Pressemitteilung vom 15.08.2007

Die Präsidentin des Kammergerichts
- Pressestelle der Berliner Strafgerichte -

Das Amtsgericht Tiergarten hat am gestrigen Dienstag, 14. August 2007, einen 24-Jährigen wegen Sachbeschädigungen u.a. durch Flusssäure zu zwei Jahren Gesamtfreiheitsstrafe ohne Strafaussetzung zur Bewährung verurteilt.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Angeklagte in insgesamt sechs Fällen fremdes Eigentum beschädigt hatte. Neben zwei Sachbeschädigungen, die er im Raum Nürnberg begangen hatte und zwei Fällen der Sachbeschädigung durch Farbschmierereien hatte der Angeklagte in zwei Fällen mit Flusssäure Schriftzeichen in Glasscheiben geätzt. Er beschädigte im Innenraum eines S-Bahn-Wagens einen Windfang und die Scheibe eines Info-Kastens am S-Bahnhof Nikolassee. Als strafschärfend bewertete das Gericht dabei die Tatsache, dass es sich bei der verwendeten Flusssäure um eine überaus gefährliche Flüssigkeit handelt.
Gegen den bislang nicht vorbestraften 24-Jährigen war Anfang Februar 2007 ein Haftbefehl erlassen worden, aufgrund dessen er Anfang Juni 2007 festgenommen wurde.
Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Das Amtsgericht hat Haftfortdauer angeordnet; der Angeklagte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft.

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Iris Berger
Pressesprecherin