Präsident des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg Jürgen Kipp im Ruhestand - 1/12

Pressemitteilung vom 09.01.2012

Mit Ablauf des Monats Dezember 2011 ist der Präsident des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg Jürgen Kipp in den Ruhestand getreten.

Herr Kipp wurde 1946 in Walsrode/Niedersachsen geboren und studierte Rechtswissenschaften in Göttingen und Tübingen. Nach Ableistung seiner Referendarzeit wurde er im Mai 1976 als Richter auf Probe in den Richterdienst des Landes Berlin eingestellt und im Jahr 1979 zum Richter am Verwaltungsgericht beim Verwaltungsgericht Berlin ernannt. 1985 folgte seine Beförderung zum Richter am Oberverwaltungsgericht Berlin. Ab 1990 war er Vorsitzender Richter am Verwaltungsgericht Berlin, bis er im Jahr 1992 zum Richter am Bundesverwaltungsgericht ernannt wurde. Im August 2002 kehrte Herr Kipp zunächst als Vizepräsident an das Oberverwaltungsgericht Berlin zurück, im Dezember des Jahres wurde er zu dessen Präsidenten ernannt. Seit der Fusion der Oberverwaltungsgerichte der Länder Berlin und Brandenburg im Juli 2005 war er Präsident des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg.

Neben seiner umfangreichen Rechtsprechungstätigkeit, die einer breiteren Öffentlichkeit etwa durch Verfahren betreffend die Schließung des Flughafens Tempelhof oder die militärische Weiternutzung des Truppenübungsplatzes Wittstocker Heide („Bombodrom“) bekannt geworden ist, bestand eine besondere Herausforderung seiner Präsidentschaft in der Zusammenlegung der Oberverwaltungsgerichte der Länder Berlin und Brandenburg, die er binnen kürzester Zeit zum Erfolg führte. Ein großes Anliegen war Herrn Kipp stets die deutliche Verkürzung der Verfahrenslaufzeiten, die er mit verschiedenen Initiativen entscheidend vorangebracht hat.