Energie
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Ukraine
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Veranstaltungsangebot

Schlüsselqualifikationen

Stand: 24.01.2023

Achtung: Bitte nutzen Sie dazu das unter Downloads verfügbare Anmeldeformular.

Zu gegebener Zeit werden weitere Seminare per Newsletter bekannt gegeben.
Vor dem jeweils angegebenen Anmeldeschluss werden weder Zu- noch Absagen für Seminare erteilt, so dass bis dahin gebeten wird, von Sachstandsanfragen abzusehen. Eingangsbestätigungen für Anmeldungen werden nicht verschickt.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Frau Rockmann unter 030/9013-2117 oder senden eine E-Mail an Frau Rockmann.

1. Interessenorientierte Kommunikation im Streitfall und im juristischen Alltag

Inhalte:
- Zielführende Kommunikationsmethoden in Gesprächen mit Mandanten / Parteien
- Einführung in die Methode des aktiven Zuhörens
- Fokussierung auf Interessen und deren zielführender Einsatz
- Verhandeln nach dem Havard Prinzip
- Übersicht über verschiedene Frageformen und ihre Wirkung
- Praktisches Erproben der erlernten Kommunikationsmethodik anhand von unterschiedlichen Fallkonstellationen aus dem juristischen und insbesondere anwaltlichen Arbeitsalltag

- Fokus: Einsatzmöglichkeiten interessenorientierter Kommunikationsmethodik in schwierigen (Mandanten-) Gesprächen

Situationsadäquate mündliche Kommunikation ist ein grundlegendes und oft entscheidendes Medium im Arbeitsalltag fast aller juristischer Berufsgruppen, wird aber im Referendariat kaum ausreichend gelehrt.
In diesem Seminar steht deshalb die Vermittlung von Kommunikationsmethodik im Zentrum: Ausgehend von der alltagsrelevanten Methodik des aktiven Zuhörens und unterschiedlicher Fragetechniken lernen die Referendar:innen, die Interessen ihrer Kommunikationspartner präzise herauszuarbeiten. Denn die emphatische und zugleich exakte Arbeit mit den Interessen von Mandanten bzw. Konfliktparteien führt zu größerer Zufriedenheit dieser außergerichtlich und auch in Vergleichsverhandlungen vor Gericht, zu passgenaueren außergerichtlichen Verfahrensentscheidungen und zu nachhaltiger Konfliktlösung – und damit zu größerem beruflichem Erfolg.
Die vorgestellten Kommunikationsmethoden werden anhand von unterschiedlichen persönlichen und professionellen – speziell anwaltlichen – Alltagssituationen praktisch eingeübt.

Dozent/in: Rechtsanwältin Birkhahn

Max. Teilnehmerzahl: 16

Medieneinsatz: Flipchart, Moderationswand, Beamer

Veranstaltungszeit und -ort:
18./25.03.2023
09:00 – 16:00 Uhr
Kammergericht

Anmeldeschluss: 01.02.2023

2. Vernehmungslehre und Beweiswürdigung

Der Kurs soll den Teilnehmer/innen, auch anhand zahlreicher praktischer Übungen, aufzeigen,
  • welche Kriterien für und gegen die “Wahrheit” einer Aussage sprechen,
  • wie eine Vernehmung vor Gericht gestaltet werden sollte, um eine Aussage mit möglichst vielen Ansätzen zu einer zuverlässigen Beurteilung ihres Wahrheitsgehalts zu erreichen (insbesondere Fragetechnik), und
  • wie die Argumentationsergebnisse im Rahmen der Beweiswürdigung präsentiert werden sollten (im Überblick).

Von den Referendarinnen und Referendaren wird die aktive Teilnahme an den praktischen Übungen erwartet. Sie benötigen während des Kurses an Gesetzestexten die ZPO und die StPO.

Dozent/in: VRiLG Dr. Heiko Wagner

Max. Teilnehmerzahl: max. 15

Medieneinsatz: Overhead-Projektor, Flip-Chart, Metaplanwand

Veranstaltungszeit und -ort:
18.02./28.02.2023,
09:00 – 17:00 Uhr,
Kammergericht, Tag 1: Raum 337, Tag 2: Raum 337

Anmeldeschluss: 01.02.2023

3. Denkwerkzeuge: Methoden (nicht nur) für das juristische Handwerk

Juristinnen und Juristen müssen komplexe Probleme in komplexen Verfahren lösen. Dafür benötigen sie einerseits Rechtskenntnisse, vor allem aber einfache, praktikable Methoden und Werkzeuge, um effizient arbeiten zu können. Am Ende gilt: Wer klar denkt, kann auch erfolgreich agieren.

Das Seminar verschafft einen Überblick über Methoden und Werkzeuge aus unter-schiedlichsten Wissensdomänen, zeigt ihre Nutzung anhand von Beispielen aus der ju-ristischen Praxis, macht mit praktischen Übungen Appetit auf mehr – und verweist auf weiterführende Literatur und wertvolle Quellen im Netz.

Aus dem Programm:

- Planmäßig komplexe (Rechts-)Probleme lösen
- Kognitive Fallstricke erkennen: Biases & Heuristics
- Mit systemischen Denken Sachverhalte verstehen und analysieren
- Visualisierung als Denk- und Kommunikationswerkzeug
- Muster erkennen mit mentalen Modellen

Dozent/in: Ministerialdirigent Matthias Schmid, Bundesministerium der Justiz

Max. Teilnehmerzahl: 16

Medieneinsatz: Präsentationen, Übungsmaterial (keine Videoaufnahmen)

Veranstaltungszeit und -ort:
Sa: 10:00 – 18:00 Uhr
Kammergericht

Anmeldeschluss:

4. Mediation - Kompakt

Mediation als Alternative zur klassischen gerichtlichen Streitschlichtung gewinnt in Deutschland zunehmend an Bedeutung. Ausgehend vom Familienrecht hat die Mediation dabei Eingang in die verschiedensten Rechtsgebiete, wie z.B. ins Gesellschafts- und Baurecht, gefunden. Zahlreiche Unternehmen bauen mediativ geprägte Konfliktmanagementprogramme auf und auch die Politik wendet sich der Methode verstärkt zu.
Der methodische Ansatz der Mediation ist es, zwischen den Parteien einen nachhaltigen, wertschöpfenden Interessenausgleich zu schaffen. Die Konfliktparteien erarbeiten dabei – unter der strukturierenden Führung durch den Mediator – eigenständig eine Lösung ihres Problems. Veranstaltungsziel ist es, den Teilnehmenden zum einen die praktischen Fertigkeiten und theoretischen Hintergründe des außergerichtlichen Konfliktmanagements zu vermitteln, zum anderen relevante Anwendungsfelder (insb. Wirtschaft, Politik, Völkerrecht) der Mediation exemplarisch vorzustellen. Die Teilnehmer erproben dabei – aus der Perspektive der Parteien, Begleitanwälte und des Vermittlers – den konstruktiven Umgang mit Konflikten anhand mehrerer, individuell ausgewerteter Simulationen.
Der Referent, Professor Dr. Lars Kirchhoff, ist wissenschaftlicher Leiter des Instituts für Konfliktmanagement und des Master-Studienganges Mediation an der Europa-Universität Viadrina, Lehrbeauftragter für „Außergerichtliches Konfliktmanagement“ an der Bucerius Law School sowie Partner bei TGKS – Troja Gläßer Kirchhoff Schwartz in Berlin.

Dozent/in: RA u. Mediator Prof. Dr. Lars Kirchhoff

Max. Teilnehmerzahl: 12

Medieneinsatz: Skript, Overhead-Projektor

Veranstaltungszeit und -ort:
24./25.04.2023
09:00 – 17:00 Uhr
Kammergericht

Anmeldeschluss: 15.03.2023

5. Rhetorik für Juristinnen und Juristen

Die Fähigkeit, mit guten Argumenten und durch stimmiges Auftreten zu überzeugen,
spielt in der juristischen Praxis eine entscheidende Rolle. In der Fortbildung werden
die theoretischen Grundlagen vermittelt und vor allem in praktischen Übungen die
unterschiedlichen Faktoren verdeutlicht, die eine gute Rednerin bzw. einen guten
Redner ausmachen. Schwerpunkte sind neben einem präsenten Auftreten, der
Körpersprache und dem Einsatz der Stimme vor allem Zuhörerkontakt, prägnante
Formulierungen und Argumentationstechniken.
Die Fortbildung ist so organisiert, dass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer in
unterschiedlichen Rede- und Gesprächssituationen rhetorische Fähigkeiten aktiv
trainieren kann. Sie setzt daher die Bereitschaft zur aktiven Mitarbeit an praktischen
Übungen voraus.

Dozent/in: Tim Wagner, Philosoph mit Schwerpunkten auf Logik, Argumentationstheorie und Sprachphilosophie

Max. Teilnehmerzahl: max. 12

Veranstaltungszeit und -ort:
25./26.05.2023
09:00 – 17:00 Uhr
Kammergericht

Anmeldeschluss: 03.05.2023

6. Kommunikation im Streitfall

Nützliche Kommunikation kann man wirklich lernen!

Kommunikation stellt für Jurist*innen ganz praktisches Handwerkszeug dar. Aber wie kann man Mandant*innen verstehen, Hintergründe begreifen und wirkliche Interessen herausfinden? All das erleichtert den Arbeitsalltag in allen juristischen Berufen und kommt leider in der juristischen Ausbildung viel zu kurz. Zuhören, Verstehen und Vermitteln kann man lernen. Im Veranstaltungsworkshop wird in einer lebendigen Mischung aus Theorieteilen, Rollenübungen und Simulationen praktischer Situationen ein Einblick in alternative Konfliktlösungsmodelle und Kommunikationstechniken geboten. Themen werden unter anderem sein: Mediation und sonstige Konfliktbearbeitung, Wie kommunizieren wir?, Konstruktive Gesprächsführung, Methodenvielfalt, Die Person des/der Konfliktvermittlers*lerin, Wahrung der Neutralität oder bewusste Parteinahme, Mediation und Recht.
Die Teilnehmer*innen dürfen einen Blick über den Tellerrand üblicher juristischer Arbeit wer-fen und können ihr persönliches zu ihnen passendes Handwerkszeug mitnehmen. Sie lernen, Gespräche und Verhandlungen konstruktiv und zukunftsorientiert zu führen. Im juristischen Alltagsgeschäft verhelfen Techniken konstruktiver Kommunikation zu zielgerichteten Ergebnissen und Zufriedenheit der Beteiligten. Auch ganz unabhängig vom späteren Berufsfeld sind Kommunikationstechniken von hohem praktischen Wert.
An den ersten beiden Seminartagen werden Grundlagen auch der Mediation vermittelt; am Folgetermin werden Erfahrungen der Teilnehmer gesammelt und es wird vertiefend zu ein-zelnen Fragen gearbeitet.
Hierzu ein Artikel von Astrid Hohls, Rechtsanwältin und Mediatorin, aus dem JUS-Magazin, C.H.Beck, April 2007 als Titelaufsatz, S. 8-10, “Kommunikation im Streitfall – Juristinnen und Juristen in Konfliktschlichtung und Mediation”

Dozent/in: RA’in und Mediatorin Astrid Hohls

Max. Teilnehmerzahl: 15

Medieneinsatz: Skript, Overhead-Projektor

Veranstaltungszeit und -ort:
21./22.04. & 28.04.2023
Freitag: 13:00 – 18:00 Uhr; Samstag: 09:30 – 18:00 Uhr
Kammergericht

Anmeldeschluss: 15.03.2023

7. Diversity

Der Begriff “Diversity” steht positiv für die Grundhaltung der Anerkennung jedes Menschen in seiner Einzigartigkeit. Er wendet sich kritisch gegen alle Formen der Diskriminierung von Menschen aufgrund persönlicher Eigenschaften wie sozialer und geografischer Herkunft, Religion, Sprache, Aussehen, Geschlecht, Geschlechterrolle, Klasse, psychischer und körperlicher Verfasstheit. Das Seminar bietet die Möglichkeit für eine theoretische Auseinandersetzung mit Kategorien und Ebenen von Diversity und einen kritischen Blick auf strukturelle und situative Diskriminierungsformen. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der besonderen Rolle und Verantwortung von Funktionsträger:innen in der Justiz.

Das Seminar verbindet Reflexionsphasen mit praktischen Übungen zu Handlungsfeldern und Handlungsmöglichkeiten, die sich in den Institutionen des Rechtsstaates ergeben: Wie kann ein diskriminierungsfreier Zugang zum Recht gewährt werden? Wie können Gerichte, Staatsanwaltschaften und Behörden für strukturelle Ausgrenzungsmechanismen sensibilisiert werden? Wie zeigt sich Diversity-Kompetenz im Auftreten, der Kommunikation und der Arbeitsweise? Wie kann mit unterschiedlichen Vorstellungen zum Umgang mit Vielfalt unter Kolleg:innen und innerhalb der Organisation konstruktiv umgegangen werden?

Max. Teilnehmerzahl: 12

Dozent:
Tim Wagner, Philosoph mit Schwerpunkten auf Logik, Argumentationstheorie und Sprachphilosophie

Veranstaltungszeit und -ort:
22./23.06.2023
09:00 – 17:00 Uhr
Kammergericht

Anmeldeschluss: 03.05.2023

8. Adressatengerechte und leichte Sprache

Viele Menschen in Deutschland haben Schwierigkeiten, juristische Inhalte zu verstehen. Das liegt nicht nur an den Fachbegriffen. Auch ein komplexer Satzbau oder Gedankenaufbau kann dem Verstehen im Weg stehen.
Adressatengerechte und leichte Sprache zielt darauf ab, Inhalte jedem – auch rechtsunkundigen Personen – zu vermitteln.

Am Vormittag steht die gesprochene Sprache im Mittelpunkt. Wir betrachten Möglichkeiten, Inhalte schlüssig zu strukturieren, einfach zu formulieren und verständlich vorzutragen. In konkreten Rede- und Gesprächssituationen üben wir, stets den Adressaten im Blick zu behalten.

Konkret bedeutet das:
  • Empathie und Flexibilität
  • non-verbaler Kontakt
  • Verwendung des erweiterten Grundwortschatzes
  • einfacher Satzbau
  • Konzentration auf Kernaussagen
  • ruhige Vortragsweise und aufmerksame Gesprächsführung
  • klare Artikulation

Am Nachmittag steht die geschriebene Sprache im Mittelpunkt. An Beispieltexten werden wir Kriterien verständlicher Texte erarbeiten und trainieren. Dabei wird konkretes Schreibhandwerk vermittelt:

  • Wortwahl und Satzbau
  • Inhaltlicher und optische Gliederung
  • Inhaltliche und sprachliche Kürze
  • Leseanreize und Stilmittel

Dozent/innen: Greta Wonneberger, Dipl. Journ.
Kommunikationstrainerin und Texterin mit Schwerpunkt auf Verständlichkeit im Sprechen und Schreiben. Seit 10 Jahren Dozentin zu Rhetorik, professionellem Schreiben und Gesprächsführung für Schulen, Hochschulen, Ministerien und Unternehmen. Autorin verschiedener Unterrichtsmaterialien.

Max. Teilnehmerzahl: 15

Veranstaltungszeit und -ort:
22.04.2023
09:00 – 16:30 Uhr
Kammergericht

Anmeldeschluss: 15.03.2023

9. Einführung in die Aussagepsychologie - Grundlegendes zur Erhebung und Beurteilung von Zeugenaussagen (auch jenseits des spezifischen Sachverstandes)

Die Beurteilung von Zeugenaussagen stellt eine häufige und oft zentrale Aufgabe in Gerichtsprozessen dar. Das Seminar zeigt die engen Zusammenhänge zwischen der Qualität der Befragung und der Güte der Auswertbarkeit auf und gibt eine Einführung in die Optimierung beider Prozesse. Die Grundlagen aussagepsychologischer Beurteilungen werden erörtert und anhand von Fallbeispielen diskutiert. Bitte beachten: Aufgrund der häufigen Beauftragung von aussagepsychologischen Gutachten in Aussage-gegen-Aussage.-Konstellationen kommen Fallbeispiele häufig aus dem Bereich der Sexualdelikte.

Dozent/innen: Dipl.-Psych. Jonas Schemmel

Max. Teilnehmerzahl: 30

Medieneinsatz:

Veranstaltungszeit und -ort:

AG Kreuzberg

Anmeldeschluss:

10. Mentale Gesundheit und Stressbewältigung

Stress entsteht häufig durch zu große Anforderungen im Berufsleben und der Familie und durch überhöhte Ansprüche der Betroffenen an sich selbst. Gelegentlicher Stress ist normal, eine dauerhafte Überbelastung mindert jedoch die Lebensqualität und kann sogar krank machen. Im Kurs lernen die Teilnehmenden die Auswirkungen von Stress sowie die Bedeutung der Stressbewältigung kennen. Die Dozentin vermittelt wichtige Methoden zur Stressbewältigung und setzt dabei einen besonderen Schwerpunkt auf die Achtsamkeit. Auch auf die Faktoren der Resilienz wird eingegangen.

Methoden: Kurze knackige Theorie-Impulse, Übungen an Beispielen aus dem Arbeits-Alltag, Reflexions-Runden, Kleingruppe, Tandem, Gedanken-Experimente, Mental-Training

Dozent:in: Dipl.-Psych. Imke Wolf

Max. Teilnehmerzahl: max. 16

Veranstaltungszeit und -ort:
03.06.2023
10:00 – 18:00 Uhr
Kammergericht

Anmeldeschluss: 03.05.2023