Keine Einigung mit den „Eisernen“

Pressemitteilung Nr. 41/15 vom 23.11.2015

Im heutigen Gütetermin beim Arbeitsgericht Berlin konnten sich der 1. FC Union Berlin e.V. und sein Trainer, Norbert Düwel, nicht auf eine einvernehmliche Regelung ihres Streits verständigen. Der seit Juli 2014 bei den „Eisernen“ aufgrund eines an sich bis zum 30.06.2017 befristeten Arbeitsvertrags beschäftigte Trainer war von dem Verein zum 30.09.2015 gekündigt worden. Gegen diese Kündigung hat der Trainer geklagt. Zunächst führten die Parteien jedoch ein in der Trainerordnung des DFB vorgeschriebenes außergerichtliches Schlichtungsverfahren beim DFB durch. In diesem Schlichtungsverfahren konnten sich die Parteien aber nicht einigen. Deshalb nimmt nun das arbeitsgerichtliche Kündigungsschutzverfahren seinen Lauf. Dieses Verfahren begann heute mit dem gesetzlich vorgeschriebenen Gütetermin vor dem Vorsitzenden Richter der Kammer 14 des Arbeitsgerichts Berlin, Herrn Rook. Dabei warf die für den Trainer erschienene Rechtsanwältin dem für den 1. FC Union in Begleitung eines Rechtsanwalts erschienenen Geschäftsführer des Vereins vor, versucht zu haben, ihren Mandanten durch unberechtigte Vorwürfe unter Druck zu setzen. Hingegen behaupteten die Vertreter des Vereins, man habe sich hinsichtlich der Offenlegung der Kündigungsgründe bisher noch zurückgehalten, um eine gütliche Einigung nicht zu erschweren. Auch die Verhandlungen der Parteien über eine einvernehmliche Beendigung des Arbeitsverhältnisses gegen Zahlungen einer Abfindung sind zur Zeit festgefahren. Der Trainer hält eine Abfindung in Höhe von 450.000,- EUR für angemessen, ein Betrag, der aus Sicht des Vereins erheblich zu hoch ist.

Da eine gütliche Einigung nicht erzielt werden konnte, hat das Arbeitsgericht nunmehr einen Termin zu streitigen Verhandlung anberaumt. Dieser wird am 9. März 2016 vor der dann vollständig, also auch mit zwei ehrenamtlichen Richtern besetzten Kammer 14 des Arbeitsgerichts stattfinden. Zur Vorbereitung des Kammertermins ist dem 1. FC Union vom Gericht aufgegeben worden, schriftlich die Gründe für die Kündigung darzulegen. Außerdem hat das Gericht das persönlich Erscheinen des Trainers und des Präsidenten des 1. FC Union angeordnet.

Arbeitsgericht Berlin, Aktenzeichen 14 Ca 12313/15