Klage auf Entschädigung wegen geschlechtsspezifischer Benachteiligung bei einer Beförderungsentscheidung

Pressemitteilung vom 08.06.2011

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg verhandelt in seiner Sitzung am

Dienstag, 28. Juni 2011, 11:00 Uhr, Saal 341

erneut über die Klage einer Arbeitnehmerin auf Entschädigung wegen einer geschlechtsspezifischen Benachteiligung bei einer Beförderungsentscheidung.

Die Arbeitnehmerin war bei Sony BMG im Bereich „International Marketing“ als eine von drei Abteilungsleitern beschäftigt. Im September 2005 wurde die Stelle des Vorgesetzten frei. Die Arbeitgeberin besetzte diese mit einem Mann und nicht mit der damals schwangeren Klägerin. Diese begehrt die Zahlung einer Entschädigung wegen Benachteiligung aufgrund ihres Geschlechts. Sie habe die Stelle wegen ihrer Schwangerschaft nicht erhalten. Bei der Bekanntgabe dieser Entscheidung sei sie auf ihre Schwangerschaft angesprochen worden. Die Arbeitgeberin behauptet, für die getroffene Auswahl sprächen sachliche Gründe.

Das Landesarbeitsgericht hatte die Klage zuletzt mit Urteil vom 12. Februar 2009 abgewiesen. Das Bundesarbeitsgericht hat dieses Urteil aufgehoben und den Rechtsstreit an das Landesarbeitsgericht zurückverwiesen.

Das Landesarbeitsgericht wird nunmehr erneut prüfen, ob eine geschlechtsspezifische Benachteiligung erfolgt ist.

Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg, Az. 3 Sa 917/11