Schadensersatz gegenüber einem ehemaligen Bankmitarbeiter in Höhe von 3,8 Mio. Euro

Pressemitteilung vom 22.09.2010

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg hat heute über die Rechtmäßigkeit von Schadensersatzansprüchen der Arbeitgeberin in Höhe von ca. 3,8 Mio. EUR gegenüber dem ehemaligen Arbeitnehmer verhandelt.

Diesem wird vorgeworfen, von einem beauftragten Subunternehmer geldwerte Leistungen (teure Weine, Porzellangeschirr, Einbau einer Alarmanlage) erhalten zu haben. Umgekehrt soll der Arbeitnehmer dem Subunternehmer Zahlungen ohne Rechtsgrund angewiesen haben. Vor allem habe er für dessen Leistungen überhöhte Preise akzeptiert.

Das Gericht hat in seiner heutigen Verhandlung die einzelnen Schadenspositionen erörtert. Hinsichtlich zweier Positionen aus den Schadensersatzforderungen des Arbeitgebers seien noch Zeugen zu vernehmen. Des weiteren wies das Gericht darauf hin, dass die staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen noch nicht abgeschlossen sind. Auch hieraus ergeben sich noch Unsicherheiten über die hiesige Schadensberechnung. Das Gericht hat zur Zeugenvernehmung einen neuen Termin anberaumt:

Mittwoch, 24. November 2010, 9:30 Uhr, Saal 334.

Az. 15 Sa 1065/10 und 15 Sa 1071/10