Fristlose Kündigung einer langjährig Beschäftigten wegen Vorlage einer falschen Quittung an den Arbeitgeber und Entgegennahme des dort ausgewiesenen Betrages

Pressemitteilung vom 07.07.2010

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg verhandelt in seiner Sitzung am

Donnerstag, 8. Juli 2010, 10:00 Uhr, Saal 334,

im Dienstgebäude Magdeburger Platz 1, 10785 Berlin über die Klage einer Beschäftigten eines großen Konzernunternehmens gegen eine ihr gegenüber ausgesprochene fristlose Kündigung. Die Arbeitnehmerin hatte ihr 40-jähriges Dienstjubiläum gefeiert, im Anschluss daran dem Arbeitgeber eine Quittung über einen Betrag von 250,00 Euro für Bewirtungskosten vorgelegt und sich den Betrag erstatten lassen, während sich die Bewirtungskosten in Wirklichkeit nur auf rund 90,00 Euro beliefen. Beim Arbeitgeber bestand eine Regelung, wonach aus Anlass des 40-jährigen Dienstjubiläums nachgewiesene Bewirtungskosten bis zur Höhe von 250,00 Euro erstattet werden.

Das Arbeitsgericht hat die fristlose Kündigung gegenüber der ordentlich unkündbaren Beschäftigten für wirksam erachtet, weil diese eine Betrugshandlung gegenüber dem Arbeitgeber begangen habe.

Az.: 2 Sa 509/10