Kündigung wegen unangemessenen Tons in E-Mails an Kunden und Vorgesetzte

Pressemitteilung vom 27.05.2010

Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg verhandelt in seiner Sitzung am

Freitag, 28. Mai 2010, 10:00 Uhr, Saal 233

im Dienstgebäude Magdeburger Platz 1, 10785 Berlin über die Rechtmäßigkeit einer Kündigung, die gegenüber einem Angestellten eines Software-Unternehmens mit dem Vorwurf ausgesprochen worden war, er habe sich in der Wortwahl bei E-Mails an Kunden und Vorgesetzte völlig „im Ton vergriffen“. Dies sei für den Arbeitgeber nicht hinnehmbar.

Das Arbeitsgericht hatte die Kündigung für unwirksam angesehen, weil die Vorwürfe nicht personen-, sondern verhaltensbedingt seien. Zwar habe sich der Kläger im Prozess weiter uneinsichtig gezeigt, das Recht zur Kündigung wegen des vorgeworfenen Fehlverhaltens sei aber teilweise durch eine vorhergehende Ermahnung schon verbraucht, ein weiterer Vorwurf sei nicht ausreichend für die Kündigung.

Hiergegen wendet sich der Arbeitgeber in der Berufungsinstanz.

10 Sa 481/10