Zuständigkeit

Die Generalstaatsanwaltschaft ist mit den ihr nachgeordneten Behörden (der Staatsanwaltschaft und der Amtsanwaltschaft) ebenso wie die Gerichte – mit Ausnahme der Arbeitsgerichtsbarkeit – dem Ressort der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz zugeordnet. Korrespondenzgericht ist das Kammergericht, das Oberlandesgericht des Landes Berlin.

Die Generalstaatsanwaltschaft übt die Dienst- und Fachaufsicht über die Staatsanwaltschaft und die Amtsanwaltschaft aus und nimmt die den Strafverfolgungsbehörden obliegenden Aufgaben gegenüber dem Kammergericht durch Stellungnahmen und Anträge in Haft-, Revisions- und (Rechts-) Beschwerdesachen wahr. Ferner werden bei der Generalstaatsanwaltschaft die Berlin betreffenden Ein-, Aus- und Durchlieferungssachen – also die Verbringung von Beschuldigten nach, von und durch Berlin – bearbeitet ebenso wie Angelegenheiten der internationalen Rechtshilfe, regelmäßig unter Zuhilfenahme des Europäischen Justiziellen Netzwerks (EJN), in welchem die Generalstaatsanwaltschaft innerhalb der Bundesrepublik Deutschland eine von vier herausgehobenen Positionen einnimmt. Darüber hinaus werden bei der Generalstaatsanwaltschaft berufsrechtliche Verfahren gegen in Berlin zugelassene Rechtsanwälte und Steuerberater sowie – bundesweit – gegen Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer bearbeitet. Ermittlungsverfahren in Staatsschutzsachen, die vom Generalbundesanwalt gemäß § 142a Abs. 2 GVG nach Berlin abgegeben werden, werden ebenfalls hier geführt.

Die Generalstaatsanwaltschaft Berlin ist außerdem Zentral- und Kontaktstelle für die Korruptionsbekämpfung in Berlin und für die Bekämpfung der Organisierten Kriminalität. Darüber hinaus sind bei ihr die zentrale IT-Leitstelle und die Pressestelle der Strafverfolgungsbehörden Berlins angesiedelt.