Gemeinsame Pressemitteilung mit der Bundespolizei: Gewerbs- und bandenmäßige Einschleusung - Durchsuchungsbeschlüsse in Berlin, Gera und Chemnitz vollstreckt

Pressemitteilung vom 13.10.2021

Im Kampf gegen gewerbs- und bandenmäßiges Einschleusen von Ausländern durchsuchten Beamte der Bundespolizei am heutigen Tag mehrere Objekte in Berlin, Gera und Chemnitz.

Ausgangssachverhalt war die Feststellung von zwei unerlaubt eingereisten ukrainischen bzw. georgischen Personen am 7. März 2021 im Bereich Oberwiesenthal. Im Rahmen der Ermittlungen gegen diese Personen ergaben sich Hinweise auf eine andauernde unerlaubte Erwerbstätigkeit als Arbeitnehmer im Bundesgebiet.

In diesem Zusammenhang konnte durch intensive Ermittlungen eine in Deutschland ansässige Logistikfirma, sowie dessen Geschäftsführer, ein 48-jähriger Litauer, ausfindig gemacht werden. Dieser steht im Verdacht, zusammen mit weiteren Personen, Arbeitsstellen und Wohnunterkünfte an Drittstaatangehörige vermittelt zu haben und sich dadurch einen nicht unerheblichen Vorteil verschafft zu haben.

Mit diesen Erkenntnissen erwirkte die Staatsanwaltschaft Berlin Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnräume des Tatverdächtigen sowie den drei Niederlassungen seiner Firma, welcher durch die Bundespolizei in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages umgesetzt wurden. Im Rahmen der Durchsuchungen wurden der Hauptbeschuldigte angetroffen sowie zwei weitere unerlaubt aufhältige Personen festgestellt, zu denen nunmehr gesonderte Ermittlungen geführt werden.

Weiterhin konnten umfangreiche Beweismittel (Speichermedien, Unterlagen und Dokumente) sichergestellt werden. Diese werden nun ausgewertet, und die Erkenntnisse daraus fließen in das laufende Ermittlungsverfahren ein.

Insgesamt waren ca. 120 Beamte der Bundespolizei sowie sieben Beamte der Bundeszollverwaltung im Einsatz.