Mehr Kinder- und Wohngeld in 2023!

Nächstes Jahr soll es mehr Entlastungen für Familien geben: Sowohl Kindergeld als auch Wohngeld und Unterhaltsvorschusszahlungen werden erhöht.
 

Erwachsene hält Kleinkind im Arm

Mehr Kindergeld für die ersten drei Kinder

Familien sollen in diesen Zeiten – in denen die Preise u.a. für Lebensmittel und Energie spürbar ansteigen – etwas entlastet werden. Ab Januar 2023 gibt es auch für die ersten drei Kinder monatlich jeweils 250 Euro Kindergeld.

Der Kinderzuschlag, den einkommensschwache Familien bekommen, wird auf 250 Euro monatlich erhöht.

Mehr Wohngeld und Heizkostenzuschuss

Die Mieten sind für viele Berlinerinnen und Berliner nur schwer bezahlbar. Ab Januar 2023 gibt es hier mehr Unterstützung. Durch die Wohngeldreform soll das maximale Wohngeld von den jetzigen 180 Euro auf 370 Euro pro Monat steigen – es wird sich also verdoppeln.

Der Kreis der Wohngeldempfänger und -empfängerinnen soll ausgeweitet werden: In Berlin könnten künftig rund 75.000 Haushalte wohngeldberechtigt werden.

Außerdem wird es für Menschen mit kleinem Einkommen einen weiteren Heizkostenzuschuss geben: Wohngeldhaushalte erhalten 415 Euro für eine Person, 540 Euro für zwei und für jede weitere Person 100 Euro. Zuschussberechtigte Azubis, Schülerinnen und Schüler und Studierende bekommen einen Heizkostenzuschuss in Höhe von 345 Euro. Die Auszahlung soll noch in diesem Jahr geschehen.

Höherer Unterhaltsvorschuss

Alleinerziehende können Unterhaltsvorschuss beantragen, wenn der andere Elternteil für das Kind nicht ausreichend sorgen kann oder will. Der Unterhaltsvorschuss wird maximal bis zum vollendeten 18. Lebensjahr des Kindes gezahlt. Die Höhe des Unterhaltsvorschusses richtet sich nach dem Mindestunterhalt abzüglich des Kindergeldes und ist altersabhängig. Kinder unter sechs Jahren erhalten aktuell bis zu 187 Euro, Kinder von sechs bis elf Jahren bis zu 252 Euro und Jugendliche von zwölf bis 17 Jahren maximal 338 Euro pro Monat.