Einsamkeit im Alter

EInsame Seniorin mit einem Handy in der Hand

 

Ein altes Hobby wiederbeleben? Eine neue Fremdsprache lernen? Leihopa oder Leihoma werden? Es gibt viele Möglichkeiten, den Weg aus der Einsamkeit zu finden – das Wichtigste ist, den ersten Schritt zu tun. Soziale Kontakte in der Nachbarschaft können etwa in einem Mehrgenerationenhaus oder Seniorentreff geknüpft werden. Auch ehrenamtliche Besuchsdienste oder das Berliner „Silbertelefon“ helfen.

Interessen und Hobbys pflegen

Wer sich gerne bewegt, musiziert, tanzt, bastelt oder Theater spielt, kann über seine Interessen neue soziale Kontakte knüpfen und so Gleichgesinnte unterschiedlichen Alters kennlernen. Sportvereine, Musikschulen oder Volkshochschulen organisieren häufig auch spezielle Kurse für Ältere.

Ehrenamt übernehmen

Gebraucht zu werden ist ein gutes Gefühl – wer sein Wissen und seine Erfahrung weitergeben und anderen Menschen helfen möchte, findet über das Berliner Engagementportal eine passende Tätigkeit. Seniorinnen und Senioren, die sich gern um Kinder kümmern und Leihoma bzw. Leihopa werden möchten, werden hier ebenfalls fündig.

Im Mehrgenerationenhaus leben

Mehrgenerationenhäuser leben das nachbarschaftliche Miteinander verschiedener Generationen. Jung und Alt kommunizieren und spielen miteinander und unterstützen sich gegenseitig. Auf der Internetseite „Mehrgenerationenhäuser in Ihrer Nähe“ des Bundesfamilienministeriums sind passende Häuser gelistet.

Mitmenschen treffen und Freundschaften pflegen

Die Angebote von Seniorentreffs bezirklicher und gemeinnütziger Träger sind kostengünstig und vielfältig: Von Begegnungscafés und Festen über Sport und Tanz, Sprach- und Computerkursen, Kunst und Kultur bis hin zu gemeinsamen Ausflügen. Über Begegnungsstätten in der Nähe informieren die Bezirke oder die Internetseite „Hilfelotse“ der Albatros gGmbH. In Stadtteilzentren oder Nachbarschaftshäusern gibt es ebenfalls Veranstaltungen für Menschen jeden Alters. Auf der interaktiven Karte des Verbands für sozial-kulturelle Arbeit sind die Berliner Stadteilzentren und Nachbarschaftshäuser eingezeichnet.

Einfach mal anrufen und reden

Beim Berliner Seniorentelefon beraten lebenserfahrene, geschulte Ehrenamtliche als geduldige Zuhörerinnen und Lotsen. Das Projekt des Humanistischen Verband Berlin-Brandenburg, Landesverband Berlin KdöR ist unter 030 279 64 44 kostenlos am Montag und Mittwoch von 12 bis 14 Uhr sowie am Freitag und Sonntag zwischen 14 und 16 Uhr erreichbar.

Das Silbertelefon ist ein Hilfs- und Kontaktangebot des Silbernetz e. V. speziell für ältere Menschen. Unter der kostenfreien Rufnummer 0800 4 70 80 90 finden Berlinerinnen und Berliner anonym und vertraulich ein offenes Ohr. Mit den ehrenamtlichen Silbernetzfreundinnen und -freunden können auch regelmäßige Anrufe vereinbart werden. Sie unterstützen bei den ersten Schritten aus der Einsamkeit und informieren auch über Veranstaltungen in der Nachbarschaft.

Besuchs- und Begleitungsdienste helfen

Menschen, die sich alleine fühlen, können sich auch an die freiwilligen Besuchsdienste wenden. Die Ehrenamtlichen kommen nach Hause, ins Heim oder ins Krankenhaus und leisten Gesellschaft: Sie hören zu, lesen vor und begleiten bei Spaziergängen oder Ausflügen. Auf der Internetseite „Berlin besucht“ des Humanistischen Verbands Deutschlands stellen sich die Berliner Besuchsdienste vor.

Auch die Malteser kümmern sich mit unterschiedlichen Projekten um alte, kranke und einsame Menschen - im Alltag, zu Hause und in stationären Einrichtungen. Es gibt Besuchs- und Begleitungsdienste mit oder ohne Hund sowie Friedhofs-, Telefon- oder KulTour-Begleitungsdienste, Tafeln oder Wohlfühlmorgen.

Downloads

Verband für sozial-kulturelle Arbeit: Flyer: Nachbarschaft, Engagement und Selbsthilfe

Kontaktinformationen zu Stadtteilzentren, Nachbarschaftsinitiativen etc. in verschiedenen Berliner Bezirken

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