23.11.2018 | U25-Studie

Junge Menschen und das Internet: Zwischen Glück und Abhängigkeit

Alle sind online und viele von ihnen sind verunsichert: Jugendliche und junge Erwachsene haben ein gespaltenes Verhältnis zum Internet. Sie sehen zwar grundsätzlich Chancen in der digitalen Welt, empfinden aber zunehmend Ängste vor Abhängigkeit oder persönlichen Angriffen. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Vertrauen und Sicherheit im Internet (DIVSI) hervor.

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Ständiger Begleiter im Leben von jungen Menschen: das Smartphone

Die befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen finden das Internet im Alltag unverzichtbar, rund zwei Drittel von ihnen können sich ein Leben ohne Internet nicht mehr vorstellen. 69 Prozent sagen sogar, dass das Internet sie glücklich macht. Online sind so gut wie alle: 99 Prozent der jungen Menschen zwischen 14 und 24 Jahren nutzen das Internet täglich.

Online-sein ist auch mit Ängsten verbunden

Zunehmend nehmen die jungen Menschen aber auch Risiken wahr. Internetsucht, persönliche Angriffe, Mobbing und Falschinformationen verunsichern die jungen Nutzerinnen und Nutzer. Sie fühlen sich nur unzureichend auf die digitale Zukunft vorbereitet, erklärten die Befragten.

Bundesfamilienministerium kündigt modernen Jugendmedienschutz an

„Der Hype ist vorbei – die Skepsis steigt“, schlussfolgert das Bundesfamilienministerium aus den Ergebnissen der Studie. Junge Menschen bräuchten Unterstützung und Begleitung, damit sie das Netz unbeschwert nutzen können, erklärte Familienministerin Franziska Giffey. Sie kündigte Änderungen beim Jugendmedienschutz an.

Die U25-Studie „Euphorie war gestern – Die ‚Generation Internet‘ zwischen Glück und Abhängigkeit" wurde durch das Sinus-Institut Heidelberg im Auftrag des DIVSI erstellt.

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