Wenn Eltern krank werden: Häusliche Krankenpflege

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Werden Eltern krank und müssen gepflegt werden, können sie – sofern ein Krankenhausaufenthalt nicht zwingend erforderlich ist – häusliche Krankenpflege in Anspruch nehmen und zu Hause im Kreise ihrer Lieben bleiben.

Voraussetzungen

Gesetzlich Krankenversicherte haben Anspruch auf häusliche Krankenpflege, sofern dadurch eine Krankenhausbehandlung vermieden oder deren Dauer verkürzt werden kann oder wenn eine Krankenhausbehandlung nicht möglich ist.

Umfang der häuslichen Krankenpflege

Zur häuslichen Krankenpflege gehören die Grund- und Behandlungspflege, wie z.B. Verbandswechsel, Wundversorgung oder die Verabreichung von Thrombosespritzen. Die häusliche Krankenpflege wird von geschulten Fachkräften, d. h. Krankenschwestern und -pflegern sowie Krankenpflegehelferinnen und -helfern geleistet.

Zur häuslichen Krankenpflege gehört auch, dass

·         der Haushalt weitergeführt wird (Wäsche waschen, einkaufen, Essen zubereiten oder Wohnung reinigen) und

·         die im Haushalt lebenden Kinder betreut und beaufsichtigt werden, wenn dies keine andere Person des Haushalts übernehmen kann.

Wie kann man die Leistung erhalten?

Die häusliche Krankenpflege wird vom behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin verordnet. Je Krankheitsfall kann die Leistung in der Regel bis zu vier Wochen bewilligt werden. Sie kann auch während einer Schwangerschaft – zum Beispiel wenn eine Frühgeburt droht – oder nach einer Entbindung verschrieben werden.

Die Leistungen der häuslichen Krankenpflege sind nicht mit der ambulanten Pflege im Rahmen der Pflegeversicherung zu verwechseln. Nähere Informationen erteilen die Krankenkassen sowie die unabhängige Patientenberatung.

Sind Zuzahlungen zu leisten?

Gesetzlich Krankenversicherte, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, müssen Zuzahlungen zur häuslichen Krankenpflege leisten. Diese betragen zehn Prozent der Kosten für höchstens 28 Tage pro Jahr sowie zusätzlich zehn Euro je Verordnung. Häusliche Krankenpflege ist zuzahlungsfrei während der Schwangerschaft oder nach der Entbindung.