Unterstützung für Eltern mit Säuglingen

Das Baby ist da und die Freude groß – und trotzdem sind die ersten Wochen und Monate nach der Geburt eines Kindes häufig nicht einfach. Ein schreiendes Baby und schlaflose Nächte können das Nervenkostüm und die Paarbeziehung stark strapazieren. Haben die Eltern das Gefühl, das alles zu viel wird, sollten sie Hilfe und Unterstützung annehmen.

Hilfe von Familie oder Freunden

Familie und Freunde können in der ersten turbulenten Zeit eine gute Stütze sein: Das Baby im Kinderwagen spazieren fahren, Einkäufe erledigen, kochen oder einfach da sein und ein Ohr für die Probleme der jungen Eltern haben. Solche praktische Unterstützung kann  im Wochenbett sehr helfen.

Aufsuchende Elternhilfe

Wer keine oder nur wenig Unterstützung durch Familie oder Freunde hat, kann die so genannte Aufsuchende Elternhilfe in Anspruch nehmen. Erfahrene Fachkräfte kommen dann auf Wunsch regelmäßig nach Hause und unterstützen in der Phase nach der Geburt. Sie betreuen für eine kurze Zeit das Baby oder Geschwisterkinder, übernehmen Erledigungen und Besorgungen oder begleiten zum Kinderarzt. Diese Hilfe wird von Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern in enger Zusammenarbeit mit Hebammen und Entbindungspfleger/innen sowie Familienhebammen geleistet. Üblicherweise kann die Begleitung durch die aufsuchende Elternhilfe bis fünf Monate nach der Geburt in Anspruch genommen werden.

Die Aufsuchende Elternhilfe ist nicht antragsgebunden, freiwillig aber verbindlich und für die Familien kostenfrei. Wer die Aufsuchende Elternhilfe in Anspruch nehmen möchte, wendet sich an den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst des Gesundheitsamtes im Wohnbezirk oder direkt an die anbietenden Organisationen. Eine Übersicht ist auf der Internetseite zur Aufsuchenden Elternhilfe auf berlin.de zu finden.

Hilfe durch Ehrenamtliche

Verschiedene Projekte, wie beispielsweise „Wellcome“, „Känguru“ oder “Ich bin stark im Babyjahr“ bieten Familien Hilfe durch geschulte Ehrenamtliche an. Auch diese Angebote sind meist kostenfrei.

Haushaltshilfe als Leistung der Krankenkasse

Nach der Entbindung, wenn die Beschwerden über das übliche Maß hinausgehen, z.B. nach einem Kaiserschnitt, einer Mehrlings- oder Frühgeburt gibt es die Möglichkeit, dass die Krankenkasse die Kosten einer Haushaltshilfe übernimmt. Hierfür ist ein Antrag notwendig. Diesem Antrag muss eine Bescheinigung des Arztes beiliegen, aus der hervorgeht, warum und in welchem Umfang Unterstützung benötigt wird. Grundsätzliche Voraussetzungen für eine Genehmigung: Die Mutter oder eine andere im Haushalt lebende Personen können den Haushalt nicht weiterführen. Die Leistung ist unabhängig davon, ob bereits ein Kind im Haushalt lebt oder nicht. Der eigene Beitrag für die  Haushaltshilfe  beträgt zehn Prozent der Tagesleistung, mindestens aber fünf Euro und maximal zehn Euro pro Tag.

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