UN-Behindertenrechtskonvention

mayichao/ iStock/ Getty Images Plus

Die UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) ist ein völkerrechtlicher Vertrag, dessen Ziel die volle und gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen ist. Das Leitbild der UN-BRK ist die Inklusion

UN-Behindertenrechtskonvention

Die UN-BRK konkretisiert die Menschenrechte für Menschen mit Behinderung und verpflichtet die Vertragsstaaten, Diskriminierung aufgrund von Behinderung zu verbieten und rechtlichen Schutz zu gewährleisten. Sie wurde 2006 von der UN-Generalversammlung in New York verabschiedet und ist 2009 in Deutschland in Kraft getreten. Das Leitbild der UN-BRK ist die Inklusion.

Inklusion

Inklusion geht von der Besonderheit und den Bedürfnissen eines jeden einzelnen Menschen aus und meint die Anpassung der Umgebung an dessen individuellen Voraussetzungen. Das bedeutet, dass die Umgebung grundsätzlich barrierefrei gestaltet sein muss, damit alle Menschen – ob mit oder ohne Behinderung oder chronischen Erkrankungen – ein Wahlrecht hinsichtlich der Art und Form der von ihnen benötigten Unterstützung haben. Der Verein Aktion Mensch zeigt mit seinen Projekten was Inklusion bedeutet und wie sie funktionieren kann.

Integration ist nicht Inklusion

Die Begriffe Inklusion und Integration werden häufig zusammen verwendet. Doch Integration ist nicht bedeutungsgleich mit Inklusion und ist auch keine Vorstufe der Inklusion. Integration unterscheidet zwischen Menschen mit Behinderung und Menschen ohne Behinderung und meint lediglich die Eingliederung von Menschen mit Behinderung in eine ansonsten gleichbleibende, unveränderte Umgebung.

Umsetzung der UN-BRK

Der Perspektivenwechsel in der UN-BRK hat bereits viele Diskussionen um strukturelle, rechtliche und pädagogische Rahmenbedingungen und Reformen ausgelöst. Die Monitoring-Stelle zur UN-BRK ist im Deutschen Institut für Menschenrechte (DIM) angesiedelt. Sie soll die Rechte der UN-BRK fördern und ihre Umsetzung in Deutschland begleiten.