Sozialhilfe

Sozialhilfe ist eine staatliche Leistung, die Armut verhindern und ein Leben in Würde ermöglichen soll. Auch wenn die Notlage selbst verschuldet ist, besteht ein Anspruch auf Sozialhilfe. Sie wird in Geldleistungen, Sachleistungen oder als persönliche Hilfe gewährt.

Hilfe zum Lebensunterhalt

Reicht das vorhandene Einkommen und Vermögen nicht aus, um den Lebensunterhalt zu sichern, kann die so genannte Hilfe zum Lebensunterhalt oder: Sozialhilfe beantragt werden, sofern kein Anspruch auf Arbeitslosengeld II, Sozialgeld oder Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung besteht.

Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung

Wenn das Geld im Alter oder bei Erwerbsminderung nicht reicht, sorgt die Grundsicherung für den notwendigen Lebensunterhalt. Anspruchsberechtigt ist, wer das 65. Lebensjahr vollendet hat oder im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung dauerhaft voll erwerbsgemindert ist und das 18. Lebensjahr vollendet hat.

Antragstellung und Umfang der Leistungen

Der Antrag auf Hilfe zum Lebensunterhalt bzw. Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung wird beim Sozialamt des Wohnbezirks gestellt. Hier können regelmäßige Leistungen, wie der Regelsatz zur Deckung des grundlegenden Lebensunterhalts, Kosten für eine angemessene Wohnung, Beiträge für Kranken- und Pflegeversicherung sowie Leistungen für Bildung und Teilhabe, beantragt werden. Einmalige Leistungen (z.B. Erstausstattung für Wohnung oder für Bekleidung bei Schwangerschaft und Geburt) sowie Mehrbedarfszuschläge (z.B. bei Krankheit, Behinderung, oder Schwangerschaft) können ebenfalls beantragt werden.

Hilfen zur Gesundheit

Hilfen zur Gesundheit können gewährt werden, wenn jemand nur kurzfristig Sozialhilfe bezieht und keinen Versicherungsschutz besitzt. Das Sozialamt stellt in diesem Fall einen Krankenbehandlungs- bzw. Zahnbehandlungsschein aus. Zu den Hilfen zur Gesundheit gehören: vorbeugende Gesundheitshilfe (Vorsorgeuntersuchungen), Hilfe zur Familienplanung, Hilfe bei Schwangerschaft und Mutterschaft, Hilfe bei Sterilisation und Hilfe bei Krankheit.

Hilfen zur Pflege

Wer wegen Krankheit oder Behinderung pflegebedürftig ist, und die Pflegekosten nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen bestreiten kann, kann beim Sozialamt Hilfen zur Pflege beantragen. Dies gilt auch für Personen, die nicht pflegeversichert sind bzw. keinen Anspruch auf Leistungen der Pflegeversicherung haben oder diese nicht ausreichen.

Weiterführende Informationen

Weiterführende Informationen zur Sozialhilfe sind auf den Internetseiten von berlin.de sowie dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales zu finden. In der Broschüre „Grundsicherung – Hilfen für Rentner“ informiert die Deutsche Rentenversicherung zur Grundsicherung im Alter.