Sekten und religiöse oder weltanschauliche Gruppen

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Menschen haben vielerlei Bedürfnisse – zum Beispiel nach Glück, Erfolg, Gemeinschaft, Sinnhaftigkeit und Sicherheit. In Berlin gibt es eine Vielzahl an (neu)religiösen, spirituellen oder therapeutischen Gruppierungen und sogenannte Sekten, die die Erfüllung dieser Bedürfnisse versprechen.

Was sind "Sekten"?

Unter dem Begriff "Sekte" versteht man im Allgemeinen neue religiöse Bewegungen oder Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften, die sich von den ursprünglichen Glaubensrichtungen abspalten und häufig mit ihnen im Konflikt stehen. Umgangssprachlich wird „Sekte“ oft abwertend verwendet und mit Abhängigkeit, Manipulation, finanzieller Ausbeutung oder Gewalt in Verbindung gebracht.

Sind Sekten oder religiöse Sondergemeinschaften gefährlich?

Vor allem in Krisenzeiten sind viele Menschen auf der Suche nach Orientierung, Sinn, Gemeinschaft, Anerkennung und Freundschaft. Religiöse oder spirituelle Gemeinschaften, therapeutische Gruppen oder politische Gruppierungen können diese Bedürfnisse erfüllen und die Menschen stärken.
Viele Gruppen sind unbedenklich, manche aber nutzen die Suche aus und führen in Abhängigkeiten, Notlagen und Sackgassen. Teilweise werden dabei grundgesetzlich geschützte Persönlichkeitsrechte verletzt. So droht in einigen Gruppierungen der Kontaktabbruch zur Familie oder anderen sozialen Beziehungen. Gesundheitliche Risiken entstehen, wenn von medizinischer Behandlung abgeraten wird. Besonders Angebote, die das Wohl von Kindern und Jugendlichen gefährden, erfordern dringendes Eingreifen.
Checklisten helfen dabei, eine unbekannte Gruppierung einzuschätzen.

SektenInfo Berlin

Für Aussteiger und Aussteigerinnen oder Betroffene des sozialen Umfeldes gibt es in der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie eine Erstanlauf- und Beratungsstelle – die SektenInfo Berlin. Hilfe- und Ratsuchende können telefonische oder nach Vereinbarung persönliche Beratungen in Anspruch nehmen: Tel. 030 90227 5574. Die SektenInfo berät wertneutral, vertraulich und lösungsorientiert.

Weitere Anlaufstellen und Präventionsprojekte in Berlin sind untenstehend verlinkt.