Schulische Bildung für Kinder und Jugendliche mit Behinderung

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Die Berliner Schulen stellen für Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung besondere Bildungs- und Förderangebote bereit. Die sogenannte sonderpädagogische Förderung unterstützt und begleitet die jungen Menschen durch individuelle Hilfen. Ziele sind dabei, ein möglichst hohes Maß an schulischer und beruflicher Eingliederung, gesellschaftlicher Teilhabe und selbständiger Lebensgestaltung zu erlangen.

Eltern haben die die Wahl

Die sonderpädagogische Förderung kann an einer allgemein bildenden Schule oder an einer Schule mit sonderpädagogischem Förderschwerpunkt (Sonderpädagogisches Förderzentrum/Sonderschule) erfolgen. Die Eltern haben die Wahl, ob ihr Kind gemeinsam mit Kindern ohne sonderpädagogischem Förderbedarf oder in einer Sonderschule unterrichtet und sonderpädagogisch gefördert wird. Das Berliner Schulgesetz sieht vor, dass bei Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf der gemeinsame Unterricht Vorrang haben soll.

Feststellung des Förderbedarfs

Auf der Grundlage eines sonderpädagogischen Gutachtens entscheidet die zuständige Schulaufsicht, ob ein Förderbedarf vorliegt und welcher Förderbedarf genau besteht. Das Gutachten wird von Sonderpädagogen und Sonderpädagoginnen erstellt, die von der regionalen Schulaufsicht benannt werden. Ergänzt wird es durch Informationen der Eltern, der Lehrerkräfte, des Schulpsychologischen Beratungszentrums, anderer Institutionen Fachärtinnen und Fachärzten. Die Schulaufsicht befindet sich in den Außenstellen der Senatsverwaltung für Bildung Jugend und Familie. Die Eltern erhalten über den Förderbedarf einen schriftlichen Bescheid.

Wie kann die Feststellung des Förderbedarfs beantragt werden?

Die Feststellung des sonderpädagogischem Förderbedarfs kann von den Eltern oder der Schule formlos beantragt werden. Stellt die Schule einen solchen Antrag, werden die Eltern darüber informiert.