Jugendmedienschutz

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Der Jugendmedienschutz verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche vor Medieneinflüssen zu schützen, die sie in ihrer Entwicklung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten beeinträchtigen können.

Schutz von Kindern und Jugendlichen

Als entwicklungsbeeinträchtigend gelten solche Inhalte, die einen hohen Grad an  problematischen Darstellungen beinhalten (z.B. ausdrückliche Sexualität, selbstzweckhafte Gewalt, Befürwortung von Selbstschädigung, rassistisches Gedankengut u.a.).  

Altersfreigaben für Kinofilme, DVDs, Spiele und Fernsehausstrahlungen sollen gewährleisten, dass Kinder und Jugendliche nicht mit entwicklungsbeeinträchtigenden Inhalten konfrontiert werden.

Das Internet als eine besondere Herausforderung

Das Internet stellt den Jugendmedienschutz vor enorme Herausforderungen. Problematische Inhalte sind jederzeit zugänglich. Darüber hinaus sind neue Gefährdungspotenziale hinzugekommen (Cybermobbing, Urheberrechtsverletzungen, Schutz der Privatsphäre etc.).

Kinder und Jugendliche vor schädigenden Medieninhalten zu bewahren, reicht daher nicht mehr aus. Die wirksamste Methode des Kinder- und Jugendmedienschutzes ist präventiv und besteht darin, Kindern und Jugendlichen den kompetenten Umgang mit den neuen Medien zu ermöglichen.

Medienkompetenz als Schlüsselqualifikation

Der souveräne und kompetente Umgang mit den neuen Medien ist zu einer Schlüsselqualifikation in unserer Gesellschaft geworden und entscheidend für die Lebensgestaltung junger Menschen. Das Jugendschutzgesetz und der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag der Länder ergänzen sich und bieten einen wirksamen Schutz, um Kinder und Jugendliche präventiv vor negativen Einflüssen in der Öffentlichkeit und in den Medien zu bewahren.

Das Land Berlin hat in den letzten Jahren Maßnahmen ergriffen, um Kindern und Jugendlichen, Pädagoginnen und Pädagogen und Erzieherinnen und Erziehern Medienkompetenz vermitteln zu können, z.B. durch die Schaffung von Medienkompetenzzentren in allen Berliner Bezirken.

(Text: Janosch Rolf, FSF – Freiwillige Selbstkontrolle Fernsehen e.V.)