Inklusive Schule in Berlin

Mit dem Konzept „Inklusive Schule in Berlin“ des Berliner Senats soll in der Bildung das Ziel der UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt werden, Menschen mit Behinderungen die vollständige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Integration in gemischten Lerngruppen

Integration bedeutet gleichberechtigtes Lernen von Schülerinnen und Schülern mit und ohne Behinderung in einer Lerngruppe. Dies ist im Schulgesetz festgelegt. Die Integration von Schülerinnen und Schülern mit Behinderung hat in Berlin Vorrang vor der Beschulung an einer Sonderschule.

Individuelle Förderung und Unterstützung

Im Rahmen von Schulversuchen haben sich bereits einige Berliner Schulen auf den Weg gemacht, sich zu einer inklusiven Schule zu entwickeln. Nach und nach werden alle Schulen in Berlin inklusive Schulen werden. An einer inklusiven Schule wird die Individualität und Verschiedenheit der Schülerinnen und Schüler in einer Lerngruppe als Bereicherung gesehen. Alle Schülerinnen und Schüler erhalten innerhalb ihrer Lerngruppe individuell die Förderung und Unterstützung, die sie benötigen.

Eltern können selbst entscheiden

Mehr als die Hälfte aller Schülerinnen und Schüler mit einer Behinderung lernen inzwischen zusammen mit nicht behinderten Kindern an allgemeinen Schulen.
Die Eltern haben das Recht, weitgehend selbst zu entscheiden, ob ihr Kind an einer Sonderschule oder an einer allgemeinen Schule lernen soll.

Konzept im Entwicklungsprozess

Basierend auf Empfehlungen des Beirats „Inklusive Schule in Berlin“ entwickelt diese eine Projektgruppe, bestehend aus Sachverständigen unterschiedlicher Fachrichtungen, unter Beteiligung von Betroffenen und Fachkräften Konzepte für die Inklusive Schule Berlin.

Dabei werden unter anderem folgende Themenfelder bearbeitet:

  • Aufbau eines flächendeckenden Beratungs- und Unterstützungssystems für Schulen, Pädagoginnen und Pädagogen, Erziehungsberechtigte und Schülerinnen und Schüler
     
  • Umsetzung eines Qualifizierungsprogramms, das pädagogisches Fachpersonal, Schulleitungen und Schülerinnen und Schüler in Berlin in einer breit angelegten Fortbildungsoffensive erreicht
     
  • Als frei wählbare Alternative zu spezialisierten Schulen mit sonderpädagogischen Förderschwerpunkten sollen Schwerpunktschulen für sonderpädagogische Förderschwerpunkte (Hören, Sehen, Körperliche und motorische Entwicklung, Geistige Entwicklung und Autismus) eingerichtet werden, in denen Schülerinnen und Schüler ohne Behinderung in der Mehrzahl sein sollen.