Gymnasium

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Gymnasien richten sich an leistungsstarke Kinder, die leicht und vor allem selbstständig lernen können. Regulär erfolgt der Übergang zur Oberschule in Berlin zur siebten Klassenstufe. Besonders begabte Kinder können bereits ab der 5. Klasse ein „grundständiges Gymnasium“ besuchen, sofern sie den vorgeschriebenen Eingangstest bestehen.

Probejahr am Gymnasium

Das erste Jahr auf dem Gymnasium ist ein Probejahr. Schülerinnen und Schüler, die dieses nicht bestehen, wechseln zum neuen Schuljahr in die achte Klasse einer Sekundarschule. Kinder, die das Probejahr auf dem grundständigen Gymnasium nicht erfolgreich abschließen, besuchen anschließend die sechste Klasse der Grundschule.

G8 – in 12 Jahren zum Abitur

Ab der siebten Klasse steht am Gymnasium die zweite Fremdsprache auf dem Stundenplan. Weil hier bereits in der zwölften Klassenstufe die Abiturprüfungen abgelegt werden, haben Gymnasiastinnen und Gymnasiasten längere Unterrichtstage als Kinder, die eine Sekundar- oder Gemeinschaftsschule besuchen.

Zum Ende der zehnten Klasse wird die Prüfung zum Mittleren Schulabschluss (MSA) abgelegt. Erst wenn diese erfolgreich bestanden ist, wird das Kind in die gymnasiale Oberstufe versetzt. Wer schließlich die allgemeine Hochschulreife (Abitur) erworben hat, kann an einer Universität oder Hochschule studieren.

Fachliche Schwerpunkte und ganztägiges Lernen

Viele Gymnasien arbeiten mit besonderen fachlichen Schwerpunkten, beispielsweise in naturwissenschaftlicher, musischer, sportlicher oder sprachlicher Hinsicht. Außerdem gibt es in jedem Bezirk mindestens ein Ganztagsgymnasium mit betreuten Freizeit- und Förderangeboten bis ungefähr 16 Uhr und einem bezuschussbaren Schulmittagessen.