Geburt planen

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Jede Geburt verläuft anders, deshalb kann man nicht alles genau planen. Aber es kann beruhigend sein, ein paar Fragen vorab geklärt zu haben. Etwa die, wo und wie Eltern ihr Kind zur Welt bringen möchten, und wer bei der Geburt alles dabei sein soll. Gibt es Geschwisterkinder, sollte man vorher überlegen, wer aufpasst, wenn es schnell gehen muss. Manche Kliniken und Geburtshäuser bieten Betreuungsmöglichkeiten an.

In der Klinik oder lieber nicht? 

Die meisten Kinder werden in Krankenhäusern geboren. Manche Frauen bevorzugen einen etwas privateren Rahmen, wollen aber nicht die hohen Risiken einer Hausgeburt eingehen. Dann kommt vielleicht ein von Hebammen geleitetes Geburtshaus in Frage, in dem es normalerweise keine Ärztinnen oder Ärzte gibt. Bei einer komplizierten Schwangerschaft oder bei Zwillingen wird hingegen stets zu einer klinischen Geburt geraten.

Muss man sich zur Geburt anmelden?

Meist sucht die Frau schon Wochen vor der Geburt eine Klinik aus, in der sie entbinden möchte. Dort wird ein Aufklärungsgespräch geführt und dokumentiert. Die Klinik kennt dann den Verlauf der Schwangerschaft und weiß, ob spezielle Untersuchungen notwendig sind. Da Geburtshäuser geringere Kapazitäten haben, sollte man sich bei ihnen schon früher anmelden. Es besteht die Möglichkeit, hier bereits die Schwangerenvorsorgeuntersuchungen durchführen zu lassen. 

Was muss man mitnehmen?

Beim Vorgespräch kann auch erfragt werden, was die Einrichtung zur Verfügung stellt und welche persönlichen Dinge man mitnehmen darf. Wichtig sind in jedem Fall: Mutterpass, Versichertenkarte, Einweisungsschein (wenn vorhanden), T-Shirt oder Nachthemd für die Geburt, Bademantel, warme Socken, Hausschuhe. Außerdem Waschutensilien, Dinge zur Entspannung und etwas zu Essen. Die Mutter sollte bequeme Kleidung und Stillutensilien für hinterher einpacken; und natürlich erste Kleidung für das Baby. 

Wann geht es los?

Meist dauert die Geburt beim ersten Kind zwischen zwölf und 18 Stunden, man muss also noch nicht bei der ersten Wehe in die Klinik. Kommen die Vorwehen regelmäßig in Abständen von höchstens zehn Minuten, beginnt die Geburt. Bei Komplikationen wie etwa einem Blasensprung muss man schnell handeln, etwa einen Krankenwagen rufen. Dieser wird allerdings nicht die Einrichtung der Wahl anfahren, sondern die nächstmögliche Klinik mit Geburtshilfe, damit Mutter und Kind schnellstmöglich versorgt werden.

Wer soll dabei sein? 

Das kommt ganz auf die Bedürfnisse der Frau an. Wichtig ist nur, dass die Arbeit der Hebammen und des medizinischen Personals nicht behindert wird. Das bedeutet auch, dass begleitende Personen sich gut überlegen sollten, ob sie sich in der Situation wohlfühlen. Immer häufiger nehmen Frauen den Dienst einer sogenannten Doula in Anspruch, einer erfahrenen Geburtsbegleiterin. Diese darf anwesend sein, ersetzt jedoch nicht die Hebamme, weil sie in der Regel keine medizinische Ausbildung hat und auch nicht aktiv in das Geschehen eingreift. 

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