Früherkennung und Frühförderung

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Kinder und Jugendliche mit Entwicklungsauffälligkeiten oder einer Behinderung brauchen möglichst früh eine umfassende und spezielle Unterstützung. Unter der Bezeichnung Frühförderung werden Hilfeangebote für Kinder im vorschulischen Alter mit körperlichen, geistigen oder seelischen Auffälligkeiten und für deren Bezugspersonen ver­standen.

Früherkennungsuntersuchungen U1 bis U9

Damit Entwicklungsverzögerungen frühzeitig erkannt werden und Kinder möglichst schnell Hilfe erfahren, gibt es das sogenannte Früherkennungsprogramm. Dieses sieht Untersuchungstermine (U1 bis U9) bis zum sechsten Lebensjahr eines Kindes vor. Die Untersuchungen werden von Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzten sowie Hausärztinnen und -ärzten durchgeführt. Die Kosten werden von den Krankenkassen übernommen.

Angebote zur Früherkennung und Frühförderung bieten

  • Gesundheitsdienste der Bezirke (Kin­der- und Jugendgesundheitsdienste, Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienste)
  • Praxen für Kinder- und Jugendheilkunde, Hausärztinnen und Hausärzte
  • Sozialpädiatrischen Zentren und Kinder- und Jugendambulanzen.

Kinder- und Jugendgesundheitsdienste

Kinder- und Jugendgesundheitsdienste gibt es in allen Gesundheitsämtern der zwölf Berliner Bezirke. Sie beraten und unterstützen Kinder, Jugendliche, Eltern und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Jugend-, Sozial-, Erziehungs- und Bildungswesens in allen Fragen zur Kinder- und Jugendgesundheit. Die Beratungen und Behandlungen bei den Gesundheitsdiensten finden ohne Überweisung und kostenlos statt.

Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienste

Kinder- und Jugendpsychiatrische Dienste gibt es ebenso in allen Bezirken. Dorthin können sich Eltern bei Problemen in der seelischen und geis­tigen Entwicklung ihrer Kinder wenden. Es wird Hilfe in Form von Diagnostik und Elternberatung angeboten.

Kinder- und Jugendambulanzen / Sozialpädiatrische Zentren (KJA/SPZ)

Die Kinder- und Jugendambulanzen und Sozialpädiatrischen Zentren arbei­ten mit Kindern aller Altersstufen, die Entwick­lungsstörungen, Bewegungsstörungen, Mehrfachbehinderungen, geistige Behinderungen, genetische oder neurologische Erkrankungen, Wahrnehmungs-, Sprach- und emotionale Störun­gen aufweisen. Die interdisziplinären Teams bieten wohnortnahe Hilfsangebote und haben in ihrer Arbeit sowohl die geistige und körperliche Gesundheit als auch das soziale Umfeld des Kindes im Blick.  

Sozialpädiatrische Zentren an Kliniken und Krankenhäusern

Auch die Sozialpädiatrischen Zentren an Berliner Kliniken und Krankenhäusern verbinden die medizinische mit der psychosozialen Versorgung. Sie sind hauptsächlich für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen zuständig, bei der besonders spezialisierte und seltene medizinische Kompetenzen gefragt sind.