Ernährung in der Schwangerschaft

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In der Schwangerschaft ist eine gesunde Ernährung besonders wichtig. Wer sich ausgewogen, vielseitig und vollwertig ernährt, deckt damit automatisch auch den Nährstoffbedarf des Kindes ab. Doppelt so viel essen wie zuvor muss die Mutter dafür nicht.

 

Ernährungsregeln

Es gelten dieselben Regeln wie immer: Gut sind frisch zubereitete Kost und ein abwechslungsreicher Speiseplan mit viel Obst und Gemüse. Schlecht sind Fast Food und sehr fetthaltige Lebensmittel. Unbedingt viel trinken: am besten Wasser, verdünnte Fruchtsäfte oder Tee.

Die richtige Menge

Viele Schwangere haben anfangs Heißhungerattacken. Das liegt meist an der hormonellen Umstellung. Der Lust auf Süßes sollte man nicht immer nachgeben, besser ist kalorienarme Kost. Verlangt es die Frau hingegen nach Obst oder Gemüse, kann das durchaus auch ein Hinweis auf einen Vitaminmangel sein. In dem Fall spricht natürlich nichts dagegen, den Gelüsten nachzugeben.

Wer hingegen wegen Appetitlosigkeit oder Erbrechen zu viel Gewicht verliert, kann versuchen, regelmäßig kleine Portionen zu essen. Die Beschwerden hören im vierten Schwangerschaftsmonat meist wieder auf.

Wichtig: Folsäure, Eisen, Jod

Ein Mangel an Folsäure, Eisen oder Jod kann beim Kind zu Entwicklungsstörungen führen. Oft reicht auch eine ausgewogene Ernährung mit Gemüse und Vollkornprodukten nicht aus. Für diesen Fall gibt es entsprechende Präparate zur Nahrungsergänzung. Hierzu können Frauenärztinnen bzw. Frauenärzte und Hebammen gut beraten.

Ernährungsgefahren

Aufpassen sollten Schwangere bei Rohmilchkäse und rohem Fleisch. In ihnen findet sich mitunter der Erreger der Listeriose, einer Infektionskrankheit, die Fehlgeburten auslösen kann. Kaffee oder Cola trinkt man in der Schwangerschaft besser in Maßen, da das Koffein auch die Blutgefäße des Kindes verengen kann.

Sodbrennen

Viele Schwangere leiden an Sodbrennen. Das liegt unter anderem daran, dass die Gebärmutter auf den Magen drückt und so Magensäure in die Speiseröhre kommt. Es kann helfen, mehrere kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen statt wenige größere. Auch kann man auf Nahrungsmittel wie Zitrusfrüchte, Kaffee und Süßigkeiten, die die Produktion von Magensäure fördern, verzichten.

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