Diskriminierung aufgrund des Geschlechts

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Diskriminierungen aufgrund des Geschlechts können sich gegen alle Geschlechter richten. Sie sind in ihrer Ausprägung in hohem Maße abhängig von anderen Diversity-Dimensionen, z.B. dem Bildungsgrad, dem Alter, der ethnischen Herkunft, der sexuellen Identität etc.

Seit langer Zeit ist die strukturelle Diskriminierung von Frauen fest in unserer Gesellschaft verankert. Strukturelle Diskriminierung beruht auf eingespielten und dauerhaft festgeschriebenen gesellschaftlichen und institutionellen Handlungsweisen und Normen. Noch heute lassen sich deshalb z.B. gravierende Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen feststellen und Frauen sind in vielen Bereichen in Führungspositionen nach wie vor unterrepräsentiert. Auch sind sie stärker von sexualisierter Gewalt betroffen als Männer.

Auch trans-, bi- und intergeschlechtliche Menschen erfahren Ungleichbehandlungen wegen ihrer Geschlechtsidentität oder ihres Geschlechtsausdrucks. Sie haben Anspruch auf Schutz vor Diskriminierung aufgrund des Geschlechts. Zugleich können sie sich auf den Schutz vor Diskriminierung aufgrund der sexuellen Identität berufen.

Beratung

Im Vorfeld einer Beratung kann es sehr hilfreich sein, zu dem diskriminierenden Vorkommnis oder dem Sachverhalt ein kurzes Gedächtnisprotokoll mit den wichtigsten Informationen zu erstellen. Für den Bedarfsfall bietet sich als inhaltliche Gliederung die leicht zu merkende Faustregel „Fünf W“ an:

  • Wann und wo hat die Benachteiligung stattgefunden?
  • Was ist passiert?
  • Wie kam es dazu?
  • Warum fühlten Sie sich benachteiligt?
  • Wer war an dem Vorfall beteiligt? / Wer kann den Vorfall bezeugen?

Die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS) hilft, geeignete Beratungsstellen zu finden. Einzelfallberatungen führt die LADS nicht durch.

Einen Überblick über einschlägige, kostenlose Beratungsangebote bietet der Beratungswegweiser der LADS.

(Text: Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS))