Diskriminierung aufgrund des Alters

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Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verbietet Diskriminierungen aufgrund des Lebensalters. Das Verbot bezieht sich auf das jeweilige Alter, so dass nicht nur die Ungleichbehandlung älterer, sondern auch jüngerer Menschen untersagt ist.

Beispielsweise sind Entgeltregelungen, die sich ausschließlich auf das Alter beziehen und Aufstiegsregelungen, die mit höherem Alter automatisch erfolgen, eine Benachteiligung jüngerer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Jedoch sieht das AGG umfangreiche Rechtfertigungsmöglichkeiten vor, wenn eine Ungleichbehandlung wegen des Alters erfolgt. So kann eine gezielte Förderung von Jugendlichen erlaubt sein, um diese in einen Beruf einzugliedern. Auch die Festlegung eines Mindest- oder Höchstalters für einen Ausbildungsgang kann unter Umständen gerechtfertigt sein.

Beratung

Im Vorfeld einer Beratung kann es sehr hilfreich sein, zu dem diskriminierenden Vorkommnis oder dem Sachverhalt ein kurzes Gedächtnisprotokoll mit den wichtigsten Informationen zu erstellen. Für den Bedarfsfall bietet sich als inhaltliche Gliederung die leicht zu merkende Faustregel „Fünf W“ an:

  • Wann und wo hat die Benachteiligung stattgefunden?
  • Was ist passiert?
  • Wie kam es dazu?
  • Warum fühlten Sie sich benachteiligt?
  • Wer war an dem Vorfall beteiligt? / Wer kann den Vorfall bezeugen?

Die Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS) hilft, geeignete Beratungsstellen zu finden. Einzelfallberatungen führt die LADS nicht durch.

Einen Überblick über einschlägige, kostenlose Beratungsangebote bietet der Beratungswegweiser der LADS.

(Text: Landesstelle für Gleichbehandlung – gegen Diskriminierung (LADS))