Demenz

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1,6 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Demenz bzw. ihrer häufigsten Form, Alzheimer. Die Diagnose "Demenz" belastet Erkrankte, aber auch deren Angehörige in hohem Maße.

Was ist eine Demenz?

Der Begriff Demenz beschreibt den Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit. Dabei bezeichnet die Erkrankung nicht eine (vorübergehende) Gedächtnisstörung, vielmehr ist das ganze Sein des Menschen in Mitleidenschaft gezogen: die Wahrnehmung, das Verhalten und das Erleben.  Demenzerkrankungen können eine Vielzahl von Ursachen haben. Am häufigsten trifft man auf die Form „Alzheimer“, bei der Nervenzellen des Gehirns endgültig zerstört werden.

Wie äußert sich eine Demenz?

Die Wahrscheinlichkeit an einer Demenz zu erkranken, steigt mit dem Alter. Der schleichende Beginn der meisten Demenzerkrankungen ist die Ursache dafür, dass Defizite und auffällige Verhaltensweisen der Erkrankten oft erst im Nachhinein als erste Hinweise einer Demenz erkannt werden. In Hinblick auf eine rechtzeitige Behandlung ist es allerdings ausgesprochen wichtig, dass Demenzerkrankungen möglichst frühzeitig festgestellt werden.

Zur ersten Abklärung kann die Hausarztpraxis, in der der Patient bzw. die Patientin bereits seit längerem bekannt ist, genauso hilfreich sein wie ein Besuch in einer neurologischen Facharzt-Praxis.

Wo bekommen Betroffene und Angehörige Unterstützung?

Information und Beratung erhalten ältere Menschen, Pflegebedürftige und Angehörige in Berlin bei den sogenannten Pflegestützpunkten. Die wohnortnahen Anlaufstellen bieten Unterstützung unabhängig und kostenfrei bei allen Fragen rund ums Alter, im Vorfeld von Pflege sowie bei Fragen zur Pflege. Die Beratung erfolgt telefonisch, vor Ort im Pflegestützpunkt oder bei den Betroffenen zu Hause.

Darüber hinaus bieten Selbsthilfeinitiativen zur Alzheimer-Erkrankung Informationen und Austauschmöglichkeiten. In einigen Berliner Bezirken gibt es außerdem sogenannte Demenznetzwerke, die ebenfalls informieren.

Was zahlt die Pflegeversicherung?

Ist ein pflegebedürftiger Mensch an einer Demenz erkrankt, können sich die monatlichen Leistungen entsprechend erhöhen. Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz werden seit dem 1. Januar 2017 körperliche, geistige und psychische Beeinträchtigungen gleichermaßen erfasst und bei der Einstufung berücksichtigt. Ziel ist, die Pflegesituation von Menschen mit geistigen und seelischen Beeinträchtigungen bei der Begutachtung angemessen zu berücksichtigen und entsprechende Leistungen vergeben zu können.