Das Kind ist krank: Freistellung von der Arbeit

Erkrankt ein Kind und die Eltern sind berufstätig, haben sie Anspruch, sich von der Arbeit freistellen zu lassen, um sich um ihr krankes Kind zu kümmern. Zum Ausgleich des Verdienstausfalls wird Krankengeld gezahlt. Worauf Eltern Anspruch haben, wird im Folgenden näher erläutert.

Jedes Elternteil, das gesetzlich krankenversichert ist und in einem Arbeitsverhältnis steht, hat bei Erkrankung eines im eigenen Haushalt lebenden und gesetzlich krankenversicherten Kindes bis zum vollendeten zwölften Lebensjahr Anspruch auf 10 Tage Freistellung von der Arbeit pro Jahr. Bei Alleinerziehenden sind es 20 Tage. Müssen mehrere Kinder gepflegt werden, hat jede versicherte Person  Anspruch auf bis zu 25 Freistellungstage, Alleinerziehende bis zu 50 Tage pro Kalenderjahr.

Dem Betrieb und der Krankenversicherung ist die ärztliche Bescheinigung über die Erkrankung und Pflegebedürftigkeit des Kindes vorzulegen. Zum Ausgleich des Verdienstausfalls wird Krankengeld gezahlt. Müssen Eltern nur für kurze Zeit der Arbeit fernbleiben, und sich nicht länger als fünf Tage um ihr krankes Kind kümmern, haben sie möglicherweise gegenüber der Arbeitgeberin oder dem Arbeitgeber auch einen Anspruch auf eine bezahlte Freistellung von der Arbeit. Dies sollte vorab geklärt werden.

Gesetzlich versicherte Selbstständige und freiberuflich Tätige haben unter Umständen ebenfalls Anspruch auf Kinderkrankengeld. Detaillierte Auskünfte erteilen die Krankenkassen.