Anmeldung an der Grundschule

Berliner Beirat für Familienfragen

Für Berliner Kinder, die zwischen dem 1. Oktober und dem 30. September des darauf folgenden Jahres ihren sechsten Geburtstag feiern, beginnt am 1. August diesen Jahres die Grundschule. Im Herbst muss ein schulpflichtig werdendes Kind in der zuständigen Schule angemeldet werden. Eltern können direkt bei der Schulanmeldung auch die Ganztagsbetreuung der Kinder im Hort beantragen.

Welche Dokumente werden für die Schulanmeldung benötigt?

Die Unterlagen zur Schulanmeldung werden von der zuständigen Grundschule automatisch zugesendet. Bei der Anmeldung legen die Eltern außerdem ihren Personalausweis oder Reisepass sowie die Geburtsurkunde und sonstige Personalpapiere des Kindes vor.

Grundschulen finden

Wer im Vorfeld wissen möchte, welche die Grundschule des Einzugsbereichs ist, gibt seine Wohnadresse in die Umkreissuche (Link siehe unten) auf der Internetseite der Bildungsverwaltung ein. Auch die Porträts und Angebote aller Berliner Grundschulen sind im Online-Schulverzeichnis gelistet. Für die Eltern und künftigen Schulkinder gibt es jährliche Infoveranstaltungen, um Schule und Lehrkräfte vor der Anmeldung kennenzulernen.

Besuch einer Wunschschule – Umschulungsantrag stellen

Sollen Kinder eine andere Schule – beispielsweise mit einem besonderen Profil – oder eine „anerkannte Schule in freier Trägerschaft“ besuchen, so müssen die Eltern gleichzeitig mit der Schulanmeldung an der Grundschule des Einzugsbereichs einen schriftlichen „Umschulungsantrag“ stellen. Sofern an der Wunschschule genügend freie Plätze zur Verfügung stehen, kann der Antrag genehmigt werden.

Früher oder später einschulen?

Vorzeitige Einschulung
Für Kinder, die im Zeitraum vom 1. Oktober bis 31. März nach der Einschulung 6 Jahre alt werden, kann bei der zuständigen Grundschule ein Antrag auf vorzeitige Einschulung gestellt werden. Voraussetzung ist, dass das Kind keinen Sprachförderbedarf hat. Die bezirkliche Schulaufsicht entscheidet über den Antrag.

Zurückstellung von der Schulpflicht
Unter bestimmten Voraussetzungen ist es möglich, ein Kind erst ein Jahr später einzuschulen. Eine Zurückstellung wird nur genehmigt, wenn eine bessere Förderung in einer Kita zu erwarten ist. Die Schulaufsicht des Bezirkes berät Eltern dazu. Im Zweifelsfall kann der schulpsychologische Dienst hinzugezogen werden.

Vorgehen bei Wunsch auf spätere Einschulung:

  • Eltern sprechen über die gewünschte Rückstellung am besten frühzeitig mit ihrer Kita.
  • Die Betreuungseinrichtung erstellt dann eine fachlich begründete Stellungnahme und ein individuelles Förderkonzept für das Kind. Beides wird zusammen mit der Schulanmeldung eingereicht. Auf dem Anmeldebogen kann dann der Wunsch auf Zurückstellung angekreuzt werden.
  • Die Eltern erhalten vom Kinder- und Jugendgesundheitsdienst einen Termin für die schulärztliche Untersuchung des Kindes. Die Schulärztin oder der Schularzt berät die Eltern dabei und erstellt ein Gutachten.
  • Die Schulaufsicht erhält alle erforderlichen Unterlagen zur Entscheidung, die anschließend den Eltern, der Grundschule und dem Jugendamt zugeht.
  • Die Eltern wird bei Bewilligung die Verlängerung des Kitagutscheins automatisch zugesendet.

Anmeldung zu Hort und Schulessen

Der Hortbesuch in der Zeit zwischen 13:30 und 16:00 Uhr ist für die Jahrgangsstufen 1 und 2 nach Anmeldung beitragsfrei und ohne Bedarfsprüfung möglich. Das Mittagessen der Schulklassen 1 bis 6 ist kostenlos. Die Eltern melden ihre Kinder dafür beim zuständigen Caterer an.

Weitere Informationen zum Thema in unseren Ratgebern

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