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Fremd

Inszenierte Lesung mit Sibel Kekilli

Keiner möchte im Nachkriegsdeutschland des Wirtschaftswunders mehr etwas mit den Nazi-Verbrechen, dem Zivilisationsbruch und dem Holocaust zu tun haben.

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During the economic boom of post-war Germany, nobody wanted to be associated with the issues: the Nazi-crimes of the past, the rupture of civilisation and the Holocaust. The murders were banished from memory, but the pain remained. And even today, nobody wants to be reminded of what was and is their own part in this story – especially by "Fremde", by strangers or foreigners. But there are children growing up in this country, marked as foreign, as migrants, as people who had better be nobody, because their I might threaten the We of the so-called German majority society. In "Fremd", Michel Friedman tells the autobiographical story of such a child: a migrant, Jewish, born into a family of Shoah-survivors. The child tries to find their place in the world despite family trauma, the pressure to assimilate and racism.Sibel Kekilli is one of the most internationally renowned German actors. "Fremd" is her theatre debut.

Artists/Collaborators: von Michel Friedman (Autor/in), Sibel Kekilli, Max Lindemann, Janina Kuhlmann, Luna Zscharnt, Hans Fründt, Johannes Nölting

Runtime: Fri, 28/06/2024 to Sat, 29/06/2024

1956 wurde Michel Friedman in Paris geboren. Als Staatenloser. Als Sohn von Holocaustüberlebenden, die aus Polen stammten und nun, ebenfalls staatenlos, in Frankreich Schutz suchten, später in Deutschland, dem Land der Mörder. Sie suchten Schutz vor einer Welt, in der Menschen entschieden hatten, dass sie keine Menschen seien, dass sie nicht mehr existieren sollten – sie konnten gerettet werden. Doch schon kurz nach dem Krieg wollte davon niemand etwas wissen, niemand wollte sie: die Erinnerung, die Schuld; niemand will sie: die Überlebenden, die „Fremden“.2023 ist noch immer, ist schon wieder, eine Welt des Krieges und des Hasses. Auch nach fast 80 Jahren „Nie wieder“ machen Parteien in Deutschland, in Europa und weltweit, wieder und wieder Politik damit, Menschen das Recht abzusprechen, jemand, nicht nur fremd, sondern Mensch zu sein. In Anlehnung an Hannah Arendt könnte man sagen: Wer als Fremder angegriffen wird, kann nur als Fremder antworten. Wer von außen zum Fremden gemacht wird, bleibt es auch im Inneren; lebt in Angst und bleibt stumm.Stumm bleiben ist Michel Friedmans Sache nicht und so hat er unter dem Titel "Fremd" ein sehr persönliches Buch geschrieben: über sein Aufwachsen als Fremder, als Migrant, als Jude, als Kind, das ein Niemand bleiben solle und doch darum rang jemand zu sein. Das Buch ist Bericht des Leben-Wollens, des Überleben-Müssens, der weit über ein einzelnes Schicksal hinaus geht.Die vielfach preisgekrönte Schauspielerin Sibel Kekilli liest diesen berührenden Text in einer inszenierten Lesung von Regisseur Max Lindemann und gibt damit ihr Theaterdebüt.von Johannes Nölting

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