Inhaltsspalte

Kompetenzfeld: Social / Sustainable Tech

Icons mit Zeichnungen und Sätzen zu den Sustainable Development Goals der UN
Die Sustainable Development Goals der UN
Bild: UN

Deep Techs haben traditionelle Branchen revolutioniert und neue Lösungen und Produkte hervorgebracht, die gerade in Zeiten der Corona-Pandemie das alltägliche Leben unter den eingeschränkten Lebensumständen erleichtert haben.

Innovationen in der Corona-Pandemie zur Kommunikation und für verbesserte Prozesse

Im Jahr 2020 hat sich gezeigt, dass die Corona-Krise gerade für technologische Innovationen eine große Chance sein kann. Deep-Tech-Lösungen in Bereichen der Kommunikation oder automatisierter Prozesse sind sehr hilfreich gewesen, um nicht alle systemrelevanten Organisationen und Einrichtungen zu einem Stillstand zu zwingen.
Welche Rolle Deep Tech bei der Bewältigung der Pandemie bereits einnehmen konnte, zeigten Start-ups auf vielfältige Weise: Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz wurde den Kliniken ein Chatbot für die Krisensitutation zur Verfügung gestellt. Für rund 1000 Fragen am Tag, zu Themen wie Symptomen von Covid-19 oder verfügbaren Testterminen, hat der Chatbot die einfache Informationsvermittung übernommen und dazu beigetragen, die Häuser vor einer Überlastung zu schützen und gleichzeitig besorgte Patient:innen über das Coronavirus aufzuklären.
Der durch die gegenwärtige Krise entstandene Anschub für das gesellschaftliche Vertrauen, dass Technologie einen Beitrag zum Gemeinwohl leisten kann, um den medizinischen Bereich oder auch das Bildungssystem während einer Krise nicht lahmlegen zu müssen, sollte nun für unsere Wirtschaft von zentraler Bedeutung sein. So können Lösungen für bekannte und unvorhersehbare Krisen geschaffen werden. Zu den in erster Linie sichtbar gewordenen Handlungsfeldern gehören u. a. Innovationen der Medizintechnik, Schutzausrüstung, Biotech, Nahrungsmittel und intelligente digitale Infrastrukturen, um zunächst vor allem die systemrelevanten Bereiche nicht mehr stagnieren zu lassen.
Noch bevor die vollen Ausmaße der Corona-Krise deutlich werden, wird bereits klar, dass es nun an der Zeit ist, eine Zukunftsvision zu entwickeln, die Technologie als Unterstützerin vermitteln muss und nicht als reine Gefahr darstellt. Eine langfristige Etablierung von Deep-Tech-Lösungen und die Verwirklichung der Vision einer zukünftigen Wirtschaft, die systemrelevante Bereiche neu aufbaut, erfordert jedoch nicht nur sowohl private als auch öffentliche Investitionen, sondern ebenfalls eine technologische Kompetenzentwicklung in vielen Unternehmen als auch in unserem Bildungssystem.

Deep Techs im Medizinbereich

Die täglichen Nachrichten, die davon berichten wie Deep Tech in Form von KI, Innovationen im Social-Tech-Bereich oder automatisierte Lösungen zu einer besseren Entscheidungsfindung führen und Fortschritte für medizinische Behandlungen und Impfungen gemacht werden, wären zuvor in dieser enormen Geschwindigkeit nicht möglich gewesen.
Während wir gerade einen Paradigmenwechsel und die vierte industrielle Revolution erleben, stellt uns die Corona-Krise vor Herausforderungen, die uns bewusst machen, dass bereits fortschrittliche Unternehmen, die sich exponentiell wachsende Daten und Technologien zunutze machen, ihren Wettbewerbsvorteil massiv steigern konnten.
Die Pandemie-Situation hat uns noch einmal mehr bewusst gemacht, dass visionäre Technologien von heute schnell die bahnbrechenden Technologien von morgen sein können. Um einen Mehrwert aus der gegenwärtigen Krise zu schöpfen und in Prozesse oder Dienstleistungen einfließen zu lassen, sollte der Fokus nun auf der Entwicklung von Deep-Tech-Innovationen liegen und sich den Zeitgeist zunutze machen. Laut Expert*innen sind hier vor allem Maschinenintelligenz, IoT und Innovationen im Bereich der Dezentralisierung (z. B. durch Blockchain) besonders in den Mittelpunkt zu stellen, da diese Technologien einer Marktreife am nächsten kommen. Nicht zuletzt sind das gesellschaftliche Verständnis und die neue Akzeptanz gegenüber solchen technologischen Systemen ebenfalls wichtig, um die daraus resultierenden Produkte, Services oder ungewohnten Prozesse erfolgreich zu etablieren.

Sustainable Deep Techs

Deep Techs können auch Produkte und Lösungen sein, die uns helfen, die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) zu erreichen.

Sustainable Development Goals

Die 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030, die Sustainable Development Goals (SDGs), richten sich an alle: die Regierungen weltweit, aber auch die Zivilgesellschaft, die Privatwirtschaft und die Wissenschaft.
Im Jahr 2015 hat die Weltgemeinschaft die Agenda 2030 verabschiedet. Die Agenda ist ein Fahrplan für die Zukunft. Mit der Agenda 2030 will die Weltgemeinschaft ein menschenwürdiges Leben ermöglichen und dabei gleichsam die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft bewahren. Dies umfasst ökonomische, ökologische und soziale Aspekte. Alle Staaten sind aufgefordert, ihr Tun und Handeln danach auszurichten. Deutschland hat sich bereits früh zu einer ambitionierten Umsetzung bekannt. Auch der Standort Berlin muss seinen Beitrag zur Einhaltung der Nachhaltigkeitsziele leisten.
Produkte und Lösungen, die auf Deep Tech basieren und mindestens eines der unten aufgeführten Nachhaltigkeitsziele erfüllen, werden in der Kategorie Social/Sustainable Tech eingeordnet.

Ziel 1: Armut in jeder Form und überall beenden
Ziel 2: Ernährung weltweit sichern
Ziel 3: Gesundheit und Wohlergehen
Ziel 4: Hochwertige Bildung weltweit
Ziel 5: Gleichstellung von Frauen und Männern
Ziel 6: Ausreichend Wasser in bester Qualität
Ziel 7: Bezahlbare und saubere Energie
Ziel 8: Nachhaltig wirtschaften als Chance für alle
Ziel 9: Industrie, Innovation und Infrastruktur
Ziel 10: Weniger Ungleichheiten
Ziel 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden
Ziel 12: Nachhaltig produzieren und konsumieren
Ziel 13: Weltweit Klimaschutz umsetzen
Ziel 14: Leben unter Wasser schützen
Ziel 15: Leben an Land
Ziel 16: Starke und transparente Institutionen fördern
Ziel 17: Globale Partnerschaft

Weitere Infos zu den SDG finden Sie hier.

Weitere Kompetenzfelder

Kompetenzfeld: Blockchain

Berlin ist der Blockchain-Hotspot Deutschlands. In den letzten Jahren haben sich immer mehr IT-Spezialist:innen in der Hauptstadt zusammengetan, um gemeinsam dezentrale Lösungen in den Bereichen FinTech, Energie, Verwaltung, Logistik und Vertrieb zu entwickeln. Weitere Informationen

Kompetenzfeld: IT-Security

IT-Security aus Berlin – Gemeinsam gegen Bedrohungen und Angriffe im World Wide Web Weitere Informationen

Kompetenzfeld: IoT / Industrie 4.0

Internet of Things und Industrie 4.0: Die beiden Themenfelder gehören untrennbar zusammen und sind beide fest in der Deep-Tech-Landschaft Berlins verankert. Weitere Informationen

Kompetenzfeld: Künstliche Intelligenz

Link zu: Kompetenzfeld: Künstliche Intelligenz
Bild: carloscastilla - Fotolia.com

In Berlin haben sich in den letzten Jahren vermehrt Unternehmen und Start-ups aus dem Bereich Künstliche Intelligenz angesiedelt. Inzwischen sind rund 30 Prozent der deutschen KI-Unternehmen in Berlin zu finden. Weitere Informationen

DEEP TECH Standort

Link zu: DEEP TECH Standort
Bild: Fotolia_adogg

Der Deep Tech-Standort Berlin - ein deutschlandweit einzigartiges Ökosystem für IT-Entwickler:innen. Weitere Informationen