Veranstaltungen, Versammlungen und Kulturleben: Museen, Messen und Clubs

27.06.2020

Corona Maßnahmen Museum
Bild: Barberini

In Menschenansammlungen und auf Veranstaltungen ist das Risiko einer Ansteckung sehr hoch. Daher dürfen öffentliche und nichtöffentliche Veranstaltungen und Versammlungen vorerst nur unter Einhaltung bestimmter Bedingungen stattfinden.

Private und öffentliche Veranstaltungen

Öffentliche und private Veranstaltungen dürfen stattfinden. Die zugelassene Personenzahl wird schrittweise erhöht:

  • Veranstaltungen in geschlossenen Räumen dürfen zunächst mit maximal 300 Personen stattfinden. Ab 01. August erhöht sich die maximal erlaubte Personenzahl auf 500. Ab 01. September sind Veranstaltungen mit maximal 750 Personen erlaubt. Indoor-Veranstaltungen mit nicht mehr als 1.000 Personen sind ab 01. Oktober wieder möglich.
  • Open Air-Veranstaltungen mit bis zu 1.000 Personen sind zulässig. Veranstaltungen unter freiem Himmel mit bis 5.000 Personen sind ab 01. September erlaubt.

Voraussetzung für die Erlaubnis aller genannten Veranstaltungen bleibt, dass die Veranstalter*innen die Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygienevorschriften gewährleisten. Dazu gelten folgende Bestimmungen:

  • Die Veranstalter*innen sind dazu verpflichtet, eine detaillierte Anwesenheitsdokumentation zu führen, auf welcher die vollständigen Namen, Adressen und Kontaktdaten aller Teilnehmenden festgehalten werden, wenn geschlossene Räume betroffen sind. Im Falle einer Infektion kann das Gesundheitsamt mithilfe der Liste alle potentiellen Kontaktpersonen schnell informieren. Die Daten müssen vier Wochen aufbewahrt und anschließend vernichtet werden. Für private Veranstaltungen gilt diese Pflicht erst ab einer Teilnehmendenzahl von 20 Personen.
  • Ein Konzept zur Steuerung des Zutritts, Vermeidung von Warteschlangen und Einhaltung des geltenden Mindestabstandes durch die Teilnehmer*innen und Besucher*innen muss erstellt und umgesetzt werden. Dieses Schutz- und Hygienekonzept ist der zuständigen Behörde auf Verlangen auszuhändigen.
  • Innenräume müssen ausreichend belüftet werden. Für Veranstaltungen im privaten und familiären Bereich besteht die Verpflichtung zur Erstellung eines Konzeptes nicht.
  • Gut sichtbare Aushänge müssen alle Anwesenden über die geltenden Maßnahmen und Vorschriften informieren.

Zur Übersicht der Anwendungsempfehlungen für Betriebe.

Versammlungsfreiheit: Politische Kundgebungen, Demonstrationen und Aufzüge

Öffentliche Versammlungen sind sowohl unter freiem Himmel als auch in geschlossenen Räumen ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl erlaubt.

Die Erlaubnis für die genannten Versammlungen gilt nur, wenn die Einhaltung der Hygienerichtlinien gewährleistet ist. Teilnehmer*innen müssen mindestens 1,5 Meter Abstand zu haushaltsfremden Personen einhalten. Die zulässige Teilnehmendenzahl je nach nutzbarer Fläche des Versammlungsortes ist von der Versammlungsleitung sicherzustellen. Weiterhin haben Veranstalter*innen ein Hygienekonzept zu erstellen, welches die Einhaltung des Abstands- und Hygieneregeln gewährleistet. Auf Wunsch ist dieses Konzept der zuständigen Behörde auszuhändigen. Die versammlungsrechtlichen Vorschriften gelten weiterhin. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist empfohlen.

Kultureinrichtungen: Museen, Theater, Kinos und Konzerthäuser

Unter Einhaltung der Hygienestandards dürfen Museen, Galerien und ähnliche Bildungseinrichtungen wieder für den Publikumsverkehr öffnen. Kinos, Messen und Spezialmärkte sowie nicht überwiegend öffentlich geförderte Theater und Konzerthäuser dürfen ebenfalls wieder Besucher empfangen. Besucher*innen müssen in den genannten Einrichtungen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn sie nicht auf ihrem Platz sitzen.

Öffentliche Veranstaltungen in überwiegend öffentlich geförderten Theatern, Konzert- und Opernhäusern dürfen bis einschließlich 31. Juli 2020 unabhängig von der Zahl der Teilnehmenden nicht stattfinden. Clubs und Diskotheken dürfen ihr reguläres Angebot noch nicht wieder aufnehmen, das heißt die Ausrichtung von Tanzlustbarkeiten ist weiterhin verboten. Prostitutionsstätten müssen geschlossen bleiben.

Die Verantwortlichen für Veranstaltungen, Kinos, Theater, Konzert- und Opernhäuser sind dazu verpflichtet, eine Anwesenheitsdokumentation zu erstellen, sofern geschlossene Räume betroffen sind. Die Anwesenheitsdokumentation muss die vollständigen Namen, Anschriften und Telefonnummern der Besucher*innen sowie die jeweilige Besuchszeit und ggf. Dauer festhalten. Die Daten sind vier Wochen lang vor der Einsicht Dritter geschützt aufzubewahren und anschließend zu vernichten oder löschen. Auf Anfrage muss die Dokumentation im Falle eines Infektionsverdachtes an die zuständige Gesundheitsbehörde ausgehändigt werden.

Weiterhin ist die Einhaltung der Abstands- und Hygienevorgaben in allen Kultureinrichtungen und Vergnügungsstätten zu gewährleisten. Hierzu ist von Seiten der Verantwortlichen die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzeptes notwendig.

Zur Übersicht der Anwendungsempfehlungen für Betriebe.

Stadtrundfahrten, Führungen und Rundgänge

Ausflugs- und Stadtrundfahrten sowie Führungen und geführte Rundgänge dürfen wieder angeboten werden. Diese Erlaubnis gilt nur für Angebote, welche die Einhaltung des Mindestabstandes zwischen den Teilnehmenden und der allgemeinen Hygienevorgaben gewährleisten.

Diese Bestimmungen gehen auf Teil 1 und Teil 2 der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung zurück.

Hilfsmaßnahmen für Berlins Kultur und Kreativwirtschaft

Die Absage von Kulturveranstaltungen und Schließung von Veranstaltungsstätten bedroht viele Kulturschaffende existenziell. Der Senat hat deshalb ein Soforthilfe-Programm aufgesetzt. Weitere Informationen

Weitere Maßnahmen

Abstands- und Hygieneregeln

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Bild: dpa

27.06.2020
Das Abstandsgebot zu Menschen außerhalb des eigenen Haushalts gilt weiterhin. Das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes ist in bestimmten Einrichtungen verpflichtend. Weitere Informationen

Bußgeldkatalog zur Ahndung von Verstößen gegen die SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung in Berlin

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Bild: dpa

27.06.2020
Ziel ist es, den Ordnungsbehörden einen Orientierungsrahmen bei der Bemessung des Bußgelds für Verstöße im Einzelfall an die Hand zu geben. Dabei sind die Bußgelder in Form von Rahmen angegeben. Weitere Informationen

Einzelhandel: Supermärkte, Spätis, Drogerien und Geschäfte

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27.06.2020
Ladengeschäfte aller Art dürfen öffnen – allerdings nur unter Einhaltung strenger Hygiene- und Abstandsvorgaben. Kund*innen müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Weitere Informationen

Gastronomie und Hotels: Restaurants, Cafés, Bars und touristische Übernachtungsangebote

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Bild: dpa

27.06.2020
Restaurants und Gaststätten, Bars, Kneipen und Schankwirtschaften dürfen unter Auflagen für den Publikumsverkehr öffnen. Gäste müssen in Gaststätten eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, wenn sie sich nicht am Tisch aufhalten. Hotels können touristische Übernachtungen anbieten. Weitere Informationen

Gottesdienste und religiöse Versammlungen

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27.06.2020
Religiös-kultische Veranstaltungen im Freien und in Innenräumen sind mit unbegrenzter Personenanzahl erlaubt. Weitere Informationen

Hochschulen und Forschungseinrichtungen

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27.06.2020
Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind dazu verpflichtet, ein Schutz- und Hygienekonzept zu erstellen. Lehrveranstaltungen finden digital statt. Allerdings sind Ausnahmen in begründeten Fällen zulässig. Weitere Informationen

Häusliche Quarantäne und Meldepflichten für Einreisende

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02.07.2020
Für Einreisende, die sich innerhalb der letzten 14 Tage vor ihrer Einreise in einem Risikogebiet aufgehalten haben, gelten Quarantäne- und Meldepflichten. Weitere Informationen

Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen

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27.06.2020
In Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen müssen Besucher einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Selbiges gilt für Patienten und Bewohner, wenn diese sich nicht in ihrem Zimmer aufhalten oder Besuch empfangen. Weitere Informationen

Mobilität und Verkehr

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Bild: dpa

27.06.2020
Berlin bleibt auch während der Corona-Krise mobil. Busse, S- und U-Bahnen sowie Trams fahren weiter durch die Stadt. Fahrgäste müssen im ÖPNV, in Bahnhöfen und an Haltestellen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Weitere Informationen

Orientierungshilfe für Gewerbe

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27.06.2020
Anwendungsempfehlungen und Auflagen für den Einzelhandel, den Betrieb von besonderen Gewerbe- und Kulturbetrieben sowie Gaststätten und Hotels. Weitere Informationen

Risikoregionen in Deutschland

Am Freitag, den 26. Juni 2020, hat der Berliner Senat Änderungen der SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung beschlossen, die die sog. Inlandsquarantäne zum Gegenstand haben. Weitere Informationen

SARS-CoV-2-Infektionsschutzverordnung

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Bild: ligorosi - Depositphotos

Schulen, Kitas und Berufsschulen

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27.06.2020
Nach den Sommerferien kehren die Schulen zurück zum Regelbetrieb. Einschulungsfeiern dürfen unter Einhaltung der Abstands- und Hygienerichtlinien stattfinden. Während der Sommerferien öffnen die Schulen für die reguläre ergänzende Förderung und Betreuung. Weitere Informationen

Sport und Freizeit: Schwimmbäder, Sportanlagen, Zoos und Spielplätze

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Bild: dpa

27.06.2020
Der Sportbetrieb ist auf allen öffentlichen und privaten Sportanlagen, in Schwimmbädern und Fitnessstudios eingeschränkt. Strand- und Freibäder sowie Hallen- und Schwimmbäder dürfen den Betrieb wieder aufnehmen. Weitere Informationen

Verhalten im Verdachtsfall

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Bild: Robert Koch-Institut

Die Senatsgesundheitsverwaltung empfiehlt in der jetzigen Lage und nach Anpassung der Kriterien durch das Robert-Koch-Institut (RKI) die Abklärung in folgenden Fällen. Alle Kontaktaufnahmen sollten zuerst telefonisch stattfinden. Der direkte Kontakt zu anderen Personen sollte vermieden werden. Weitere Informationen