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Veranstaltungen, Versammlungen und Kulturleben

10.07.2021

Kultur neu 2:1
Bild: dpa

In Menschenansammlungen ist das Risiko einer Ansteckung hoch. Daher gelten für öffentliche und private Veranstaltungen sowie für Versammlungen derzeit besondere Regelungen zum Infektionsschutz. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Informationen für Besucher:innen und Teilnehmer:innen. Kulturschaffende und Veranstalter:innen finden alle Bestimmungen im aktuellen Hygienerahmenkonzept der Senatsverwaltung für Kultur

Öffentliche Veranstaltungen und Kulturleben: Konzerte, Theater, Kinos und Museen

Museen, Galerien und Gedenkstätten dürfen besucht werden. Besucher:innen müssen zu jeder Zeit in Innenräumen eine medizinische Gesichtsmaske tragen. In Außenbereichen kann die Maske abgelegt werden, wenn die Einhaltung des Mindestabstandes gesichert ist. Bei Veranstaltungen in genannten Einrichtungen gelten gesonderte Vorgaben.

Auch Kinos, Theater, Konzerthäuser, Clubs und kulturelle Veranstaltungsstätten dürfen für den Publikumsverkehr öffnen. Es gelten für den Besuch der genannten Kulturstätten sowie für die Teilnahme an Veranstaltungen folgende Vorgaben:

  • Im Freien dürfen nicht mehr als 2000 Besucher:innen zugleich zugelassen werden. Alle Besucher:innen müssen bei Veranstaltungen mit mindestens 750 Teilnehmenden negativ getestet, geimpft oder genesen sein. Selbiges gilt für Veranstaltungen, bei welchen der Mindestabstand nicht sichergestellt werden kann und keine anderweitigen Vorkehrungen zum Schutz vor Tröpfcheninfektionen und Aerosolen getroffen werden. Sofern Besucher:innen ihren Platz verlassen, müssen sie eine medizinische Gesichtsmaske tragen.
  • In geschlossenen Räumen sind bis zu 1000 Personen zulässig. Besucher:innen müssen eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Sofern eine maschinelle Belüftung genutzt wird, können Besucher:innen die Maske abnehmen, wenn sie sich an ihrem zugewiesenen Platz befinden. Die Veranstalter:innen informieren über die Maskenpflicht am Sitzplatz. Bei Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen müssen alle Beteiligten einen aktuellen negativen Corona-Test, einen vollständigen Impfnachweis oder einen Genesenennachweis vorlegen. In Innenräumen, die maschinell belüftet werden, dürfen sich bis zu 2000 Personen zeitgleich aufhalten.
  • Bei Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen muss allen Teilnehmer:innen ein fester Sitzplatz zugewiesen werden. Sofern ausschließlich negativ getestete, vollständig geimpfte oder genesene Personen anwesend sind, entfällt die Pflicht zur Sitzplatzzuweisung. Besucher:innen und Teilnehmer:innen müssen weiterhin den Mindestabstand zueinander einhalten.
  • Tanzveranstaltungen sind nur im Freien erlaubt. Voraussetzung ist, dass nicht mehr als 1000 Personen teilnehmen, welche alle entweder negativ getestet oder immunisiert sind. Teilnehmer:innen dürfen den Mindestabstand zueinander unterschreiten, müssen aber zu jeder Zeit eine medizinische Gesichtsmaske tragen.
  • Großveranstaltungen mit mehr als 2000 und bis zu 25000 Personen sind nur nach Zulassung durch die zuständige Senatsverwaltung erlaubt. Hierfür sind gesonderte Schutzmaßnahmen einzuhalten.

Jahrmärkte und Volksfeste dürfen unter Einhaltung der Hygienerichtlinien stattfinden.

Voraussetzung für die Erlaubnis aller genannten Veranstaltungen und Öffnungen bleibt, dass die Veranstalter:innen die Vorgaben des Hygienerahmenkonzeptes des Senatsverwaltung für Kultur befolgen und insbesondere die Einhaltung der geltenden Abstands-, Masken- und Hygienevorschriften gewährleisten. Für Veranstaltungen mit mehr als 20 Teilnehmenden ist die Erstellung eines Schutz- und Hygienekonzeptes verpflichtend.

Private Veranstaltungen und Zusammenkünfte: Hochzeiten, Geburtstagsfeiern und Beerdigungen

Private Zusammenkünfte, also Treffen ohne besonderen Anlass, unterliegen in geschlossenen Räumen keiner Personenobergrenze mehr. Im Freien sind Zusammenkünfte mit bis zu 100 Personen erlaubt.

Im Rahmen von besonderen Feierlichkeiten – etwa anlässlich einer Hochzeit oder eines Geburtstages – beträgt die zulässige Personenanzahl 50 Personen in Innenräumen und 100 Personen im Freien. Sofern die Veranstaltung gewerblich organisiert wird und sämtliche Vorgaben eingehalten werden, können bis zu 2000 Personen teilnehmen. Geimpfte und genesene Menschen sowie eigene Kinder bis 14 Jahren werden bei der Bestimmung der anwesenden Personenzahl bei privaten Zusammenkünften und Veranstaltungen nicht mitgezählt. Bestattungen und Trauerfeiern auf Friedhöfen oder bei Bestattungsunternehmen unterliegen nicht den Personenobergrenzen.

Bei privaten Veranstaltungen mit mehr als 20 Personen sind folgende Vorgaben einzuhalten:
  • Veranstalter:innen erstellen ein Schutz- und Hygienekonzept, welches insbesondere die Einhaltung des Mindestabstandes, die Dokumentation aller Anwesenden zur Kontaktnachverfolgung und eine ausreichende Belüftung festhält.
  • Alle Teilnehmer:innen müssen bei Veranstaltungen in Innenräumen mit mehr als 50 Personen geimpft, genesen oder negativ getestet sein.
  • Alle Teilnehmer:innen tragen eine medizinische Gesichtsmaske. Wer sich am festen Sitzplatz aufhält, darf die Maske abnehmen.
  • Allen Besucher:innen wird ein fester Sitzplatz zugewiesen. Sofern alle Teilnehmer:innen negativ getestet, geimpft oder genesen sind, entfällt diese Vorgabe. Die Abstandsregeln gelten weiterhin.

Gottesdienste und religiöse Versammlungen

Religiös-kultische Veranstaltungen sind sowohl im Freien als auch in Innenräumen mit unbegrenzter Personenanzahl erlaubt. Hierzu ist – analog zu Versammlungen und Veranstaltungen – die Einhaltung der geltenden Abstands- und Hygieneregeln zu gewährleisten. Alle Teilnehmer:innen sind dazu verpflichtet, medizinische Gesichtsmaske zu tragen, wenn sie sich nicht an ihrem festen Sitzplatz befinden.

Versammlungsfreiheit: Politische Kundgebungen, Demonstrationen und Aufzüge

Öffentliche Versammlungen sind sowohl unter freiem Himmel als auch in geschlossenen Räumen ohne Begrenzung der Teilnehmerzahl erlaubt.
Die Erlaubnis für die genannten Versammlungen gilt nur, wenn die Einhaltung der Hygienerichtlinien gewährleistet ist. Teilnehmer:innen müssen mindestens 1,5 Meter Abstand zu haushaltsfremden Personen einhalten und eine medizinische Gesichtsmaske tragen. Bei Versammlungen in Innenräumen sowie bei Aufzügen, die als Aufzug unter ausschließlicher Nutzung von Kraftfahrzeugen durchgeführt werden, müssen alle Teilnehmer:innen eine medizinische Gesichtsmaske tragen, wenn sie sich nicht an ihrem festen Sitzplatz aufhalten. Ausgenommen hiervon sind die Fahrzeugführer:innen. Die zulässige Teilnehmendenzahl je nach nutzbarer Fläche des Versammlungsortes ist von der Versammlungsleitung sicherzustellen. Treffen bei Versammlungen in geschlossenen Räumen mehr als 50 Personen aufeinander, müssen alle Teilnehmenden einen aktuellen negativen Corona-Test oder einen Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung vorweisen, bei welcher die finale Impfung mindestens 14 Tage zurück liegt. Die versammlungsrechtlichen Vorschriften gelten weiterhin.

Diese Regelungen gehen auf die SARS-CoV-2-Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zurück.

Hygienerahmenkonzept für Kultureinrichtungen im Land Berlin

Hilfsmaßnahmen für Berlins Kultur und Kreativwirtschaft

Die Absage von Kulturveranstaltungen und Schließung von Veranstaltungsstätten bedroht viele Kulturschaffende existenziell. Der Senat hat deshalb ein Soforthilfe-Programm aufgesetzt. Weitere Informationen

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