Demo für mehr Party-Freiheiten am Sonntag

Demo für mehr Party-Freiheiten am Sonntag

Trotz der aktuellen Erlaubnis der Freiluftfeiern wollen Mitglieder der Berliner Party- und Clubszene am 20. Juni 2021 mit Booten und Musik auf dem Wasser für weitere Freiheiten in der Corona-Pandemie protestieren.

Bootsdemo auf dem Landwehrkanal (1)

© dpa

Archivbild: Die Teilnehmer einer Wasser-Demonstration fahren in Booten auf dem Landwehrkanal.

«Chancengleichheit für unsere Musik- und Tanzkultur in Berlin», forderten die Veranstalter am Freitag. Sie kritisierten, dass Sport im Freien in Gruppen und ohne Abstand möglich sei, Tanzen aber auch künftig strenger reglementiert sei und Clubbesucher negative Tests vorweisen und zum Teil Masken tragen müssten.
Ursprünglich richtete sich die Boots-Demonstration gegen das «Tanzverbot im Freien», das den «Fortbestand der einzigartigen elektronischen Tanzmusikkultur in Berlin» gefährde. Unterstützt wurde der Aufruf von zahlreichen Veranstaltern, Musikschaffenden und den ehemaligen Initiatoren der Berliner Loveparade.
Pawn_Dot_Com_Bar_Terrasse.jpg
© Pawn Dot Com Bar

Pawn Dot Com Bar versteckt auf der Torstraße

Hinter den Mauern des alten königlichen Leihhauses in der Torstraße 164 werden ab sofort wieder bunte Drinks gerührt und serviert. Der Eingang etwas versteckt im Hinterhof... mehr

Die Boote starten mittags auf dem Landwehrkanal an der Lohmühlenbrücke zwischen Kreuzberg und Neukölln, fahren bis zum Hafen Neukölln nahe der Sonnenallee und wieder zurück zur Schleuse zwischen Landwehrkanal und Spree. Ein Teil der Boote soll dann auf der Spree weiterfahren bis zum Treptower Park. Dort ist nahe der Insel der Jugend am Nachmittag eine «Abschlusstanzkundgebung» geplant. Erwartet werden bis zu 2500 Teilnehmer.
Vor einem Jahr hatte an Pfingsten eine Protestaktion und Party mit Schlauchbooten auf dem Landwehrkanal für Irritationen gesorgt. Etwa 3000 Menschen nahmen teil. Im Urbanhafen des Kanals schwammen am Schluss dicht an dicht zahlreiche Schlauchboote voller Menschen, am Ufer wurde gefeiert. Die meisten Teilnehmer hielten weder Abstandsregeln ein, noch trugen sie einen Mundschutz. Politiker und auch Clubvertreter kritisierten die Veranstaltung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 18. Juni 2021