Boots-Demonstration für mehr Party-Freiheiten trotz Corona

Boots-Demonstration für mehr Party-Freiheiten trotz Corona

Ein Jahr nach der umstrittenen Schlauchboot-Demonstration auf dem Landwehrkanal in Kreuzberg will die Partyszene erneut auf dem Wasser für mehr Freiheiten in der Corona-Pandemie protestieren.

Wasser-Demonstration mit Booten auf dem Landwehrkanal

© dpa

Archiv: Die Teilnehmer einer Wasser-Demonstration fahren in Booten auf dem Landwehrkanal.

«Alle in einem Boot die Zweite – Rave-o-lution!» heißt die Demonstration am 20. Juni, wie die Veranstalter mitteilten. Sie richtet sich gegen das weiterhin gültige «Tanzverbot im Freien». Dafür gebe es keine wissenschaftliche Grundlage und es gefährde den «Fortbestand der einzigartigen elektronischen Tanzmusikkultur in Berlin».
Pawn_Dot_Com_Bar_Terrasse.jpg
© Pawn Dot Com Bar

Pawn Dot Com Bar versteckt auf der Torstraße

Hinter den Mauern des alten königlichen Leihhauses in der Torstraße 164 werden ab sofort wieder bunte Drinks gerührt und serviert. Der Eingang etwas versteckt im Hinterhof... mehr

Unterstützt werde der Aufruf von zahlreichen Veranstaltern, Musikschaffenden und den ehemaligen Initiatoren der Berliner Loveparade. Ob Boote wieder auf dem Landwehrkanal oder auch auf der Spree schwimmen sollen, war zunächst noch unklar. Die «Abschlusstanzkundgebung» soll im Treptower Park nahe der Insel der Jugend stattfinden, erwartet würden bis zu 2500 Teilnehmer, die sich an die Corona-Regeln halten sollten.
Am Pfingstsonntag 2020 hatte eine Protestaktion und Party mit Schlauchbooten auf dem Landwehrkanal für Irritationen gesorgt. Etwa 3000 Menschen nahmen teil. Im Urbanhafen des Kanals schwammen am Schluss dicht an dicht zahlreiche Schlauchboote voller Menschen, am Ufer wurde gefeiert. Die meisten Teilnehmer hielten weder Abstandsregeln ein, noch trugen sie einen Mundschutz. Politiker und auch Clubvertreter kritisierten die Veranstaltung.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: 10. Juni 2021