Musicboard-Chefin ruft zu mehr barrierefreien Clubs auf

Musicboard-Chefin ruft zu mehr barrierefreien Clubs auf

Feiern geht in Berlin immer noch am besten. Doch nicht jeder Club ist barrierefrei. Das Musicboard Berlin möchte daran etwas ändern.

Katja Lucker

© dpa

Leiterin des Musicboards Berlin Katja Lucker.

Musicboard-Geschäftsführerin Katja Lucker hat anlässlich der neuen Förderrunde des Musicboards Berlin zu mehr Barrierefreiheit in den Clubs und Konzerträumen der Stadt aufgerufen. «Bietet etwas an, damit Menschen mit Behinderung zu Euch kommen können. Alle sollten in Berlin feiern können, ganz egal, wer sie sind», erklärte Lucker auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Diversität und Inklusion, auch in Bezug auf Geschlecht, sexuelle Orientierung und Herkunft, seien in Deutschland leider immer noch Ausnahme und nicht Normalität, sagte Lucker.

Mehr KünstlerInnen mit Behinderungen sollen auf die Bühne

Die Förderung von Künstlern mit Behinderung und Projekten, die sich für Inklusion einsetzen, zählt zu den Schwerpunkten in diesem Jahr. Ende letzter Woche gab die Einrichtung bekannt, im Rahmen der zweiten Förderrunde zwei weitere Projekte zu unterstützen: «Kon-Fett-I» des Clubs SO36 (rund 7200 Euro) und «Ver.mi.sch.t!» des Vereins «mog61 Miteinander ohne Grenzen e.V.» (8000 Euro). Beide haben zum Ziel, Künstlern mit Behinderung eine Bühne zu bieten. 2018 gingen 145 000 Euro an neun Projekte, die sich für Menschen mit Behinderung stark machen. Der im Rollstuhl sitzende Künstler Graf Fidi erhielt zudem ein Künstlerstipendium.

Musicboard soll Musikszene stärken

Das Musicboard Berlin wurde 2013 mit dem Ziel eingerichtet, die Musikszene der Stadt zu fördern. Vergeben werden Künstlerstipendien und Fördergelder für Nachwuchsprojekte, Kiezinitiativen, Festivals und Live-Touren. Zu den Schwerpunkten der vergangenen Jahre zählten unter anderem die Unterstützung von Künstlerinnen. In diesem Jahr wurden den Angaben zufolge 73 Projekte mit einer Gesamtsumme von rund 1,2 Millionen Euro in zwei Runden gefördert. 59 Künstlerinnen und Künstler erhielten eine Unterstützung in Höhe von 270 000 Euro.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: 16. Juli 2018