Radweg auf der Chemnitzer Straße in Richtung Süden anlegen oder markieren

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Vorschlags-Nr: 
2020-0041
Haushaltsjahr: 
2020-2021
Kategorie: 
Stadtteil: 

Das ist mein Vorschlag:

Als Fahrradfahrer möchte ich entlang der Chemnitzer Straße auch in Fahrtrichtung Süden auf einem Radweg fahren, um sicher, zügig, verkehrsregelkonform und umweltfreundlich durch den Bezirk zu gelangen.
An Umsetzungsmöglichkeiten für den Radweg habe ich folgende Ideen:

  1. Auf der westlichen Fahrbahn einen Schutzstreifen aufmalen. Ggf. beide Fahrspuren verengen und/oder die Straße auf der Westseite verbreitern.
  2. Auf der westlichen Fahrbahn einen Radfahrstreifen aufmalen. Ggf. beide Fahrspuren verengen und/oder die Straße auf der Westseite verbreitern.
  3. Bau eines eigenen Radweges, baulich von der Straße getrennt. An vielen Stellen entlang der Chemnitzer Straße ist auf der westlichen Seite dafür Platz (freigehalten für weitere Fahrspuren oder für eine Straßenbahn?)
  4. An den Stellen, wo die ehemalige Baustraße heute eine Spielstraße ist, kann die Spielstraße in eine Fahrradstraße umgewandelt werden. Problematisch sind hier wahrscheinlich die neben der Spielstraße zahlreich parkenden Autos.
  5. Ausweisung des vorhandenen Radwegs als Zweirichtungsradweg ohne Benutzungspflicht. Das kommt der gelebten Praxis nahe (die sich nicht an Mindestbreiten für Radwege hält).
  6. Auf der östlichen Straßenseite den vorhandenen Radweg zum benutzungspflichtigen Zweirichtungsradweg ausbauen. Das Vorbild hierfür kann der Hultschiner Damm sein. Allerdings gibt es vom Hultschiner Damm auch Kritik an der Sicherheit der aus den Nebenstraßen ausfahrenden Autos, allerdings sind die Sichtverhältnisse an der Chemnitzer Straße besser.
  7. Ideen anderer Bürger oder Ämter aufgreifen
  8. verschiedene Ideen miteinander kombinieren oder für verschiedene Straßenabschnitte unterschiedliche Lösungen wählen
Abstimmung im Internet:
63 Bürger haben zugestimmt. (Platz 39)

Basis-Daten

Meine Begründung für diesen Vorschlag: 

Entlang der Chemnitzer Straße führt fast über die gesamte Länge ein Radweg von Süden nach Norden. Aufgrund des starken Verkehrs auf der Straße wird der Radweg (ohne Benutzungspflicht) bereitwillig von nahezu allen Radfahrern angenommen.
In der entgegengesetzten Richtung - von Norden nach Süden - fehlt ein Radweg. Das provoziert oft ein gefährliches, rechtswidriges oder gar aggressives Verhalten:

  • Aufgrund der Verkehrsdichte trauen sich nur wenige Radfahrer die Fahrbahn zu benutzen, da es subjektiv als gefährlich wahrgenommen wird. Zumindest provoziert es den Unmut einiger Autofahrer, die bei Gegenverkehr zum Abbremsen gezwungen oder zum riskanten Überholen ohne Einhaltung der Sicherheisabstände zum Radfahrer und/oder Gegenverkehr verleitet werden. Als Radfahrer wurde ich bereits mehrfach für mein Verhalten von den Autofahrern und an der Bushaltestelle wartenden Fahrgästen beschimpft, warum ich denn nicht den vorhandenen Radweg nehme. Dabei ist es verboten, den vorhandenen Radweg zu nutzen, da er der Gegenrichtung vorbehalten ist.
  • Gefühlt die meisten, insbesondere die langsamer fahrenden Radler, nutzen tatsächlich den Radweg in die Gegenrichtung. Dass sie verbotenerweise die Gegenrichtung nutzen, ist den meisten Radlern bewusst: Sie weichen auf den Fußweg aus (ebenfalls verboten), wenn ein nordwärts fahrender Radfahrer ihnen entgegen kommt. Da sich Fuß- und Radfahrer kooperativ zeigen, habe ich hier in der Praxis noch keine Probleme gesehen, da der Fuß- und Radweg in der Summe breit genug für alle ist (nicht aber der Radweg allein um ihn offiziell für beide Richtungen auszuweisen). Zudem ist es an den Einmündungen der Nebenstraßen gefährlich, da nicht jeder Verkehrsteilnehmer mit in falscher Richtung fahrenden Radfahrern rechnet.
  • Teilweise verwenden Radfahrer für die Fahrtrichtung Süden Alternativrouten, sofern sich die Fahrzeitverlängerung individuell sinnvoll erscheint. Alternativrouten führen nicht nur durch die nicht immer parallel verlaufenden Nebenstraßen, sondern auch durch die zur Spielstraße erklärte ehemalige Baustraße im nördlichen Abschnitt der Chemnitzer Straße. Jedoch gilt in der Spielstraße die Schrittgeschwindigkeit.

Radfahren ist gut für die Umwelt und für die öffentlichen Finanzen. Es soll auch an der Chemnitzer Staße in Richtung Süden zumutbar sein!

Kommentare

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Ich unterstütze den Vorschlag. Wenn eh die Chemnitzer Straße erneuert werden soll, bietet sich doch die Chance, diesen Vorschlag gleich mit umzusetzen. Diese Chance sollte nicht vertan, sondern genutzt werden!

Der Vorschlag ist gut und wichtig. Ergänzend hierzu wäre vorzuschlagen, im nördlichen Abschnitt der Chemnitzer Straße überhaupt einen Radfahrstreifen sowohl auf der östlichen als auch auf der westlichen Straßenseite anzulegen, einschließlich Fahrradampeln über die B1 und eine klare Regelung für Fahrräder an der Kreuzung Chemnitzer Str./ Am Niederfeld.

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Stellungnahmen

Stellungnahme: 
Abteilung Wirtschaft, Straßen und Grünflächen - 11. Dezember 2018 - 14:17

Kostenschätzung: 11 Mio. €
Folgekosten: offen

Der Vorschlag wird befürwortet, ist jedoch nur im Rahmen der Gesamtinvestitionsmaßnahme möglich.