Sanierung der Gehwege im Umfeld des Pflegewohnzentrums Wuhlepark

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Vorschlags-Nr: 
2020-0120
Haushaltsjahr: 
2020-2021
Kategorie: 
Stand der Umsetzung: 
In der Umsetzung In der Umsetzung
Stadtteil: 

Das ist mein Vorschlag:

Das Umfeld des Pflegewohnzentrums Wuhlepark soll saniert bzw. rekonstruiert werden, so dass die Bewohnerinnen und Bewohner des Zentrums die Wege überhaupt begehen und befahren können, als auch vor allem sicher dabei sind. Als Umfeld betrachte ich die Gehwege vor und gegenüber dem Gebäude mit den dazugehörigen Bordsteinabsenkungen, den Gehweg neben dem Haus, die Vollendung des Weges um das Areal herum /Lion-Feuchtwanger-Straße vor Apotheke und Physiotherapie bis zurück zum Wirtschaftsausgang.

Abstimmung im Internet:
52 Bürger haben zugestimmt. (Platz 48)

Basis-Daten

Meine Begründung für diesen Vorschlag: 

Auch pflegebedürftige, evtl. zusätzlich sehbehinderte Menschen haben ein Recht auf Spaziergänge an der frischen Luft, entweder selbstständig, mit Hilfe eines Rollators oder mit Begleitung im Rollstuhl. Außerdem sollte ein sicherer Zugang für den Wirtschaftsverkehr bestehen, in diesem Falle für Notarztfahrzeuge, Ärzte, Physiotherapeuten, Lieferer von Pflege- und Pharmaprodukten und die Feuerwehr.
Sachlage:
Es existieren auf beiden Seiten der Straße Bordsteinabsenkungen, jedoch nicht direkt gegenüberliegend. Um die Rinne zwischen Straßenbelag und Bordstein mit Rollstühlen und Rollatoren überwinden zu können, wurde Asphalt aufgeschüttet. Diese Lösung ist jedoch nicht von langer Dauer. Im Frühjahr diesen Jahres geschah das auf der gegenüberliegenden Seite und beginnt bereits wieder zu zerfallen. Taktile Bodenplatten für Sehbehinderte sind nicht vorhanden. Der Gehweg auf der gegenüberliegenden Seite besteht z. T. aus Platten, die teilweise Höhenunterschiede zueinander aufweisen. Will man nach links in Richtung Hausdurchgang, muss man einen Rollstuhl entweder ankippen oder rückwärts über die hochstehende Kante ziehen. Die Straße vor dem Haus selbst weist große Schäden auf.
Der Weg neben dem Pflegeheim ist zur Hälfte asphaltiert, weist aber auch schon Risse auf. Der Rest des Weges besteht ebenfalls aus Platten mit Höhenunterschieden zueinander. Zudem sind die Abstände längsseits zwischen den Platten teilweise so groß, dass schmale Rollstuhlräder genau dazwischen geraten können. Der weitere Weg vor Apotheke und Physiotherapie – durch die Lion-Feuchtwangers-Straße zurück zum Pflegeheim führt ebenfalls über Gehwegplatten mit Höhenunterschieden und z. T. völlig unterschiedliche Steine, die einen Rollstuhlinsassen beim Überfahren der selbigen sehr erschüttern lassen. Der Rückweg führt am Wirtschaftsaushang des Heimes mit riesigen Schlaglöchern vorbei.
Außerdem lässt sich die Feuchtwanger Straße am Flachgebäude mit der Physiotherapie und Apotheke (gegenüber ist die Baustelle) nicht auf gradem Wege überqueren, da nur gegenüber bei der Baustellenauffahrt der Bordstein abgesenkt ist, aber auf Seite der Physiotherapie keine Absenkung vorhanden ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle genannten Straßen/Fußwege/Bordsteine rekonstruiert werden müssen und ein "Flicken" wie es an vielen Stellen versucht wurde einfach nicht mehr ausreicht.
Nachtrag:
Das außerdem bestehende Problem, dass bei Regenwetter der Eingangsbereich des Pflegeheims im Wasser versinkt und nicht mehr trockenen Fußes zu bewältigen ist, weil das Wasser durch das bestehende Gefälle vom Gehweg aus dorthin fließt, habe ich bereits als Eingabe an den Bezirksstadtrat eingereicht.

Von einem Bordstein und der Straße befindet sich eine Rampe, die bereits wieder Löcher hat (C) Petra Ritter, Seniorenvertretung
Von einem Bordstein und der Straße befindet sich eine Rampe, die bereits wieder Löcher hat (C) Petra Ritter, Seniorenvertretung
Weitere Bilder: 
Steinplatten, die seit DDR-Zeiten als Gehwege dienen, aber sehr beschädigt sind (C) Petra Ritter, Seniorenvertretung
Steinplatten, die seit DDR-Zeiten als Gehwege dienen, aber sehr beschädigt sind (C) Petra Ritter, Seniorenvertretung
Eine Einfahrt ohne absenkten Bordstein, auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist jedoch der Bordstein abgesenkt (C) Petra Ritter, Seniorenvertretung
Eine Einfahrt ohne absenkten Bordstein, auf der gegenüberliegenden Straßenseite ist jedoch der Bordstein abgesenkt (C) Petra Ritter, Seniorenvertretung
eine Fläche um einen Gulli-Deckel ist betoniert, aber hat einen Höhenunterschied zum umliegenden Weg (C) Petra Ritter, Seniorenvertretung
eine Fläche um einen Gulli-Deckel ist betoniert, aber hat einen Höhenunterschied zum umliegenden Weg (C) Petra Ritter, Seniorenvertretung
Höhenunterschiede zwischen den Platten, die als Fußweg dienen sollen (C) Petra Ritter, Seniorenvertretung
Höhenunterschiede zwischen den Platten, die als Fußweg dienen sollen (C) Petra Ritter, Seniorenvertretung
großer Abstand zwischen den Bodenplatten, wo dünne Rollstuhlräder hineingeraten können (C) Petra Ritter, Seniorenvertretung
großer Abstand zwischen den Bodenplatten, wo dünne Rollstuhlräder hineingeraten können (C) Petra Ritter, Seniorenvertretung
notdürftig mit Beton geflickte Stellen zwischen den Platten (C) Petra Ritter, Seniorenvertretung
notdürftig mit Beton geflickte Stellen zwischen den Platten (C) Petra Ritter, Seniorenvertretung

Kommentare

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Stellungnahmen

Stellungnahme: 
Abteilung Wirtschaft, Straßen und Grünflächen - 12. Dezember 2018 - 14:14

Kostenschätzung: 600.000 €
Folgekosten: offen

Der Vorschlag wird befürwortet.

Umsetzungs-Daten

Stand der Umsetzung: 
In der Umsetzung In der Umsetzung
Stand der Bearbeitung: 

Abteilung Wirtschaft, Straßen und Grünflächen - August 2019
Dem Ersuchen wird gefolgt.
In dem genannten Bereich wurden die Gehwege um 1980 errichtet, als entsprechende technische Vorschriften für die Barrierefreiheit noch nicht bestanden. Diese traten erst 1983 in Kraft. Daher ist in diesem Wohngebiet der Handlungsbedarf besonders hoch. Seit dem durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz die Förderprogramme für Gehweginstandsetzungen sowie für Bordabsenkungen geschaffen wurden, sind auch in dem genannten Gebiet punktuell derartige Arbeiten ausgeführt worden. Da entsprechende Mängel jedoch im gesamten Bezirksgebiet vorhanden und die jeweils zugewiesenen Mittel begrenzt sind, müssen auch unter Berücksichtigung eventuell vorhandener Gefahrenstellen Prioritäten gesetzt werden. In den genannten Gebieten wurden in den letzten Jahren bereits entsprechende Arbeiten durchgeführt. Die Arbeiten werden in diesem und den kommenden Jahren abschnittsweise fortgeführt.
(Bezirksamtsvorlage Nr. 0747/V)

Beschlüsse der BVV: 

Drucksache: 1436/VIII-03
Die BVV hat in seiner Sitzung am 13.06.2019 in geänderter Fassung beschlossen:
Das Bezirksamt wird ersucht, das Areal rund um das Pflegewohnzentrum Wuhlepark mithilfe von Bordsteinabsenkungen und Gehweginstand-setzungen und deren Neuanlage barrierefrei herzurichten. Es wird außerdem ersucht zu prüfen, welche Fördermöglichkeiten zur Umsetzung solcher Zugänge akquiriert werden können.