Verteilerkästen an den Straßen von Biesdorf verschönern

https%3A%2F%2Fwww.berlin.de%2Fbuergerhaushalt-marzahn-hellersdorf%2Fvorschlaege%2Fmitmischen%2Fnode%2F3518
Vorschlags-Nr: 
2020-0028
Haushaltsjahr: 
2020-2021
Stand der Umsetzung: 
In Bearbeitung In Bearbeitung
Stadtteil: 

Das ist mein Vorschlag:

Die Verteiler- bzw. Funktionskästen werden seit Jahren mit Graffiti, Tags oder Veranstaltungshinweisen bemalt oder beklebt. Sie sind ein Schandfleck im Straßenbild. Allein Biesdorf-Süd hat über 170 solcher beschmierter Kästen. Wir möchten mit den Schulen in Kunstprojektwochen dazu beitragen, dass unser Straßenbild schöner wird, indem diese Kästen dauerhaft hübsch gestaltet werden.

Abstimmung im Internet:
215 Bürger haben zugestimmt. (Platz 5)

Basis-Daten

Meine Begründung für diesen Vorschlag: 

Wer sich die folgenden Bilder anschaut wird uns recht geben. Ein gepflegtes Straßenbild erfreut jeden, der die Straßen benutzen muss. Nur über ein professionelles Projekt mit echten Graffitikünstlern kann eine dauerhafte Gestaltung der Verteilerkästen sichergestellt werden, ohne dass diese übermalt werden. Dabei macht es Sinn an einer Hauptverkehrsstraße wie der Köpenicker Straße anzufangen, an der allein 58 Verteiler-/ Funktionskästen zu gestalten wären. Eines der Bilder zeigt, wie schön man durch Schüler diese Kästen bemalen kann.

Hinweis des Bezirksamtes: 

Für den Bürgerhaushalt 2020/2021 ist ein jährliches Budget (Bürgerbudget) in Höhe von bis zu 200.000 € für die Finanzierung und Umsetzung kleinerer Vorschläge von jeweils bis zu 20.000 € zur Verfügung gestellt worden.

Die erforderlichen Mittel für die Umsetzung dieses Vorschlages wurden im Haushaltsplan 2020/2021 kapitel- und titelkonkret zur Verfügung gestellt (Bezirksamtsvorlage Nr. 0698/V).

Verteilerkasten Köpenicker Straße (C) frei
Verteilerkasten Köpenicker Straße (C) frei
Weitere Bilder: 
Verteilerkasten Köpenicker Straße (C) frei
Verteilerkasten Köpenicker Straße (C) frei
Verteilerkasten Köpenicker Straße (C) frei
Verteilerkasten Köpenicker Straße (C) frei
Verteilerkasten Köpenicker Straße (C) frei
Verteilerkasten Köpenicker Straße (C) frei
Verteilerkasten Köpenicker Straße (C) frei
Verteilerkasten Köpenicker Straße (C) frei
Verteilerkasten Köpenicker  Straße (C) frei
Verteilerkasten Köpenicker Straße (C) frei
Verteilerkasten Köpenicker Straße von Schule gestaltet (C) frei
Verteilerkasten Köpenicker Straße von Schule gestaltet (C) frei

Kommentare

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Warum gerade Kinderbilder? Die von Kindern bereits verschönerten Kästen, sind auch nicht gerade eine Augenweide.

Regelmäßig grau bemalte Verteilerkästen. Wunderbar. Eigentümer soll bezahlen. Hervorragend. Wird so passieren. Wohl kaum! Denn die Eigentümer haben bundesweit zig Millionen graue Kästen und da kann man froh sein, wenn sich vor Ort eine Lösung findet, diese Kästen zu gestalten. Nicht umsonst werden die so schönen grauen Kästen beschmiert, eben weil sie so schön grau sind und jeder das toll findet.

Ich erkenne in dem Vorschlag liebenswerte Motive, den Gedanken dass Schüler die sich pädagogisch geführt grafisch betätigen späterhin relativ-ordentlich seien und nirgensandershin schmieren oder sprayen. Nehmen wir mal an es wäre so!
Dennoch gefällt mir der Gedanke besser man würde als Service für die Allgemeinheit, mit dem Eigentümer der Anlage im Einvernehmen, regelmäßig einen gefällig einheitlichen Grundanstrich wiederherstellen. Ich persönlich brauche die Malereien an Kästen nicht. Ich finde den Vorschlag unangebracht.

Genau so.

Schön, dass einer seine Kenntnisse zu elektrischen Anlagen offenbart. Der Sicherheitsingenieur hat jedoch übersehen, dass es um eine gestalterische Frage geht. Wollen wir wirklich, dass dauerhaft dieses Geschmiere unser Straßenbild prägt? Nichts gegen professionelle Graffiti, aber was da so auf den Verteilerkästen abgebildet ist, ist einfach nur kindisch. Deshalb sollte der Vorschlag umgesetzt werden. Den Eigentümern der Kästen ist es relativ egal wie die aussehen, solange sie funktionieren. Uns, die damit jeden Tag konfrontiert werden, sollte es nicht egal sein.

Zur Versachlichung der Diskussion:
Was mit Eigentum gemacht werden darf entscheiden nicht Bürger, denen das Eigentum nicht gehört, sondern ausschließlich der Eigentümer.
Nach den geltenden Vorschriften ist der Eigentümer selbst verpflichtet, die geltenden Vorschriften zu seinem Eigentum einzuhalten.

Nette Idee. Aber was will uns "Sicherheitsingenieur" eigentlich sagen? Dass die Richtlinien für das bemalen von Stromkästen im "Grundgesetz Paragraph 14" geregelt sind? Da gibt's erstens Artikel und keine Paragraphen und zweitens wird da dergleichen nicht geregelt. Außerdem geht's hier nicht um das wilde bemalen der Kästen sondern um die Finanzierung des Ganzen. Die Regelung ob, wie und was kann bestimmt in Absprache mit dem Netzbetreiber erfolgen. Beispiele dazu stehen tatsächlich schon einige in der Gegend rum.

Nochmal zur Versachlichung: wenn es um Finanzierung geht warum dann nicht durch den Eigentümer. Was ist daran schön wenn junge Leute mit öffentlichen Geldern auf der Strasse Malversuche anstellen? Ja wie fliessen dann einmal zugeteilten Zuwendungen "Verwendungszweck Spray und Edding"? Mit der Pflicht den Fond zu verbrauchen. Aber ernstlich: Glaubt denn jemand dass unter Aufsicht gemalte Grafiken von spontanen Sprayer respektiert werden. Spontan krakeln die Egos doch einfach nur drüber, überall jeden Tag. Jedenfalls da wo ich wohne.

Danke für den Hinweis. Ich habe den Schreibfehler korrigiert. Das Verwenden von Steuergeldern zur Verschönerung von privatem Eigentum ist grundsätzlich und somit auch im Bürgerhaushalt nicht zulässig.

Wie man oben sehen kann wurde der Vorschlag als haushaltsrelevant eingestuft. Die Steuergelder werden nicht für Privat ausgegeben, sondern für Kultur/Bildung was weiß ich. Denn es soll davon ja nur Material bezahlt werden, damit Kinder & Jugendliche dieses zur künstlerischen Gestaltung nutzen können. Und genau letzteres wäre dann der Grund warum dafür Steuergelder verwendet werden. Dass die Kästen dann besser aussehen, ist ein Ergebnis daraus. Im übrigen steht so ein Kasten auf öffentlichen Land. Er gehört zwar jemanden, aber nur funktional, da er ja zur Infrastruktur gehört. Firma XY kann ihn also auch nicht einfach abbauen oder etwa verspiegeln und damit den Straßenverkehr beeinflussen oder gefährden (mal so als Beispiel). Im übrigen reden wir ja von Anfang an "nur" von diesen Kästen. Das kann entweder der Stromkasten von Vattenfall sein, aber auch Lagerboxen der Post, Schaltschränke der Telekom, Lichtverteilerkästen (gehören der Stadt), Ampelschaltkästen (gehören auch der Stadt) oder auch Kästen der Kabelfernsehbetreiber. Viele Möglichkeiten - daher eben auch umsetzbar denk ich.

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Stellungnahmen

Abteilung Schule, Sport, Jugend und Familie - 6. Dezember 2018 - 15:20

Kostenschätzung: 17.000 €
Folgekosten: keine

Erläuterung zur Kostenschätzung:
beim Projekt Stromstyling wird von Stromnetz Berlin für einen kleinen Kabelverteilerkasten 250 €, für eine Kompaktstation 400 € und für eine Trafostation 907,25 € eingeplant (das beinhaltet Farbdosen, Schutzanzüge, Schablonen, u.ä. und die Begleitung durch einen professionellen Sprayer). Dazu kommen die Arbeitsstunden der Mitarbeiter/innen von Helliwood media & education, die das derzeit im Rahmen ihrer Arbeitszeit machen (ca. 6 Schulklassen pro Jahr) für die Koordination mit den Schulklassen, Medienkompetenzworkshops und Auswertungsveranstaltungen. Es ist davon auszugehen, dass eine zusätzliche Koordination von noch mehr Verteilerkästen durch Helliwood media & education nicht geleistet werden kann, d.h. 59 Objekte x ca. 300 € = ca. 17.700 € ohne Koordinierungsaufwand und ohne Medienkompetenzschulung.

Die Idee an sich ist sehr zu befürworten. Aus dem Projekt "Stromstyling Marzahn-Hellersdorf" (ein Kooperationsprojekt von Stromnetz Berlin, Helliwood media & education, 0815 Industries und dem Jugendamt Marzahn-Hellersdorf) ist bekannt, dass Kinder und Jugendliche gern solche Gestaltungsaktionen durchführen. Wichtig sind gute Absprachen zwischen den Eigentümern, den Projektdurchführenden u.a. Partnern sowie die Bereitstellung finanzieller Mittel.
Allerdings kann weder das Jugendamt noch das Schul- und Sportamt diese koordinierende Funktion übernehmen.
Dem Jugendamt liegt ein detailliertes Schreiben vom Verein der Eigenheim- und Grundstücksbesitzer in Deutschland e.V. (VMEG-Regionalgruppe Biesdorf-Süd) mit einer Auflistung von 59 Verteilerkästen vor, die gestaltet werden könnten. Der Verein hat sich bereits im Sommer 2018 schriftlich an die einzelnen Eigentümer (Berliner Wasserbetriebe, Vodafon, Stromnetz Berlin, Telekom, Deutsche Post, Berliner Verkehrsbetriebe, Vattenfall) gewandt und ihnen am Beispiel des Projektes "Stromstyling Marzahn-Hellersdorf" Gestaltungsmöglichkeiten vorgeschlagen. Stromnetz wird voraussichtlich zusätzlich zu den bereits für 2019 geplanten Maßnahmen im Rahmen des Projektes "Stromstyling Marzahn-Hellersdorf" eine weitere Maßnahme in dieser Region bewilligen (voraussichtlich mit der Fuchsberg-Grundschule). Zu dem Verhandlungsstand mit den anderen Eigentümern liegt keine Kenntnis vor.

Umsetzungs-Daten

Stand der Umsetzung: 
In Bearbeitung In Bearbeitung
Stand der Bearbeitung: 

Der Vorschlag wurde in das Bürgerbudget aufgenommen, im Haushaltsplan 2020/2021 veranschlagt und soll in den Haushaltsjahren 2020/2021 umgesetzt werden (Bezirksamtsvorlage Nr. 0677/V).