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Cathérine von AHA Berlin e.V.

Volunteers of Berlin
Bild: GoVolunteer

Ausgrenzung von queeren Menschen kontern: Cathérine hilft bei AHA Berlin e.V., den Prozess des Coming-Outs zu unterstützen.

Video-Portrait

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Meine Geschichte

Catheriné von AHA
Bild: GoVolunteer

„Wenn ich an meine eigene Geschichte denke, als ich gemerkt habe, dass ich schwul bin. Das war ein Prozess. Der Prozess des Coming-Out, der nicht einfach ist. Ich hatte Glück, denn ich spürte Akzeptanz in meiner Familie. Sofort. Das ist nicht bei allen so. Ehrenamt kann an dieser Stelle den Prozess begleiten und unterstützen: Coming-Out-Gruppen, queere Jugendgruppen und so weiter. Queere Menschen werden teilweise in der Gesellschaft immer noch marginalisiert, manchmal sogar unterdrückt. Es gibt ganz viele Leute, die sich immer noch nicht trauen, sich an ihrem Arbeitsplatz zu outen und zu sagen: ‚Ich bin schwul, ich bin lesbisch, ich bin trans.’ Da setzen wir an.“

Ein Platz zum Austoben

„Mein Engagement bereichert mich auch ganz einfach. Als ein Teil meines sozialen Lebens, meines sozialen Umfeldes – auch meiner sozialen Gesundheit. Einfach einen Platz zu haben, wo ich mich austoben kann, wo ich mitmachen kann, wo ich andere Leute motivieren kann mitzumachen. Ich bin in der AHA seit Neunzehnhundert-und-man-weiß-nicht-mehr-so-genau aktiv. Ich glaube 1988. Ich bin damals wegen einer Jugendgruppe dahin gekommen und habe dort einen Teil meiner schwulen Sozialisation verbracht. Und auch einen Teil meiner queeren Politisierung. Hier findet einfach sehr viel queeres Leben statt. Was Kultur angeht, entstehen hier auch neue Figuren. Neue Menschen, die dann irgendwie raus in die große Welt gehen.“

Steine aus dem Weg räumen

„Ohne Ehrenamt würde es ganz viele Strukturen und Sachen nicht geben. Schlicht und ergreifend. Und man erweitert damit seinen Horizont, ergreift die Möglichkeit beim Schopf, mal Neues auszuprobieren. Etwas, das man vorher noch nie gemacht hat und wo man vielleicht auch denkt: ‚Trau ich mich das überhaupt?‘ Man kann sich neu finden und erfinden. Corona ist jetzt natürlich doof. Wir dürfen momentan nichts mit Publikum machen. Aber Corona zeigt auch neue Wege auf. Als die Pandemie begann, haben wir angefangen zu streamen, was wir vorher noch nie gemacht hatten. Auch damit erreichen wir die Leute und haben Spaß. Es ist jetzt schwieriger und mit größeren Hürden als sonst verbunden, aber wir sehen dadurch: Auch, wenn uns Steine in den Weg gelegt werden, wir kriegen das hin.“