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Neuigkeiten aus der Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf

E-Mail Zeichen und Computer Tastatur
Bild: Gina Sanders - Fotolia.com

Liebe Freunde der Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf,

nun haben wir dieses merkwürdige Jahr 2020 hinter uns gelassen. Es war in jeder Hinsicht herausfordernd und hat uns in vielen Entscheidungen und Situationen keine Wahl gelassen. Aber es war auch nicht NUR schlecht. Das wurde uns bewusst, als wir im letzten Podcast des Jahres zurückblickten auf die Ereignisse. Es gab auch viel Schönes und Gutes zu berichten! Trotzdem hätten wir alle am liebsten wie immer ungebremst weitergearbeitet an der Verwirklichung neuer Ideen, die wir nun mitnehmen ins Jahr 2021, das bestimmt wieder etwas normaler verläuft. Das hoffen wir jedenfalls! Langweilig wird es jedenfalls nicht bei uns, wie Sie gleich lesen können. Gute Unterhaltung!

Musik in Berlin

Mädchen spielt Klarinette
Bild: fotolia_61357492_by_xavier-gallego-morel.jpg

Ein Blick auf die Webseite der Zentral- und Landesbibliothek lohnt sich immer! Dort gibt es so viel zu entdecken, dass man sich schnell darin verliert und Langeweile zum Fremdwort wird. Sie finden dort neben den Auskünften zur ZLB geballtes Wissen rund um Berlin. Vor einiger Zeit hatten wir schon mal auf die Digitale Landesbibliothek Berlin hingewiesen mit Adress- und Telefonbüchern, Schriften aus und über Berlin, digitalisierten alten Stadtansichten auf Postkarten, historischen Karten und Plänen, alten Zeitschriften, Statistiken u.v.m.
Heute möchten wir Sie auf eine weitere dortige Fundgrube hinweisen – die Daten- und Faktensammlung rund um das Berliner Musikleben. Allein in dieser Rubrik kann man schon mal einen ganzen Tag zubringen und abtauchen in das musikalische Wissen einer Großstadt.
Viel Spaß beim Schmökern und Entdecken!

Was wir lesen

Bildschirmansicht "Was wir lesen"

DIE ZEIT gründete vor kurzem eine Literaturcommunity Was wir lesen mit wöchentlichen Buchempfehlungen von Prominenten, JournalistInnen und anderen LeserInnen. Sie erzählen darin von den Büchern, die sie gerade begeistern – von Krimis über Romane, Graphic Novels, Kochbücher bis zu Klassikern und Raritäten.
Wencke Karla Tzanakakis, Leiterin des Leserprogramms „Freunde der ZEIT“: „Die Literaturthemen gehören unter Abonnentinnen und Abonnenten der ZEIT bereits zu den beliebtesten Inhalten. Und gerade in den letzten Corona-Monaten erzählten uns viele, wie wichtig ihnen Anregungen aus Büchern wurden. Deshalb haben wir uns entschieden, eine eigene Literaturcommunity zu starten, die wir auch für den weitesten Leserkreis der ZEIT öffnen. Im Zentrum steht ein wöchentlicher Newsletter, in dem sich die äußerst bunte Gruppe unserer prominenten und nicht prominenten Leserschaft von dem Buch erzählt, das sie gerade inspiriert, anregt oder überrascht.“
Wir haben uns mit unserer Literaturempfehlungsreihe “Schwebende Bücher” schon mal dort angemeldet!

So lesen die Berliner

Artikel in der BZ

Die BZ hat in einigen Bibliotheken Berlins Mitarbeiter*innen und Besucher*innen zu ihrem Leseverhalten befragt:
Zum Artikel
Es hat sich gar nicht so viel verändert, aber die Bibliotheken werden weniger besucht. Das liegt vor allem an den fehlenden Arbeitsplätzen, die viele schmerzlich vermissen. Doch momentan ist nur der reine Leihbetrieb möglich.

Schaukasten Mahlsdorf

Schaukasten S-Bahnhof Mahlsdorf

Zum letzten Mal im Jahr 2020 haben die Kolleginnen der Stadtteilbibliothek Mahlsdorf den Schaukasten auf dem S-Bahnhof frisch bestückt. Das Thema lautet: “Sonne, Mond und Sterne”. Seit vielen Jahren gibt es nun schon diese kleine “Außenstelle” und mit ihr die Möglichkeit, für die Bibliothek zu werben. Die Fahrgäste nutzen gerne die Gelegenheit, sich beim Betrachten der liebevoll gestalteten Ausstellung die Wartezeit zu verkürzen.

Flächenerweiterung Bibliothek Mahlsdorf

Die Kinder sitzen im Bereich der Kinderbibliothek auf Kissen am Boden. Vor ihnen liegt ein großes Memory-Spiel. Ein Junge steht von den Kindern.

Und noch eine gute Meldung aus Mahlsdorf. Am 16.12.2020 wurde der neue Mietvertrag für die Stadtteilbibliothek Mahlsdorf in Anwesenheit von Stadträtin Juliane Witt und Fachbereichsleiterin Benita Hanke unterschrieben, da der bisherige am 31.12.2020 enden wird. Die Vertragslaufzeit ist befristet auf fünf Jahre. Da der Vermieter an dieser Stelle einen Neubau plant, ist auch weiterhin die Suche nach einem neuen Standort erforderlich. Der neue Mietvertrag beinhaltet auch eine Erweiterung der öffentlichen Räume um ca. 50 m². Dies soll durch einen Wanddurchbruch erreicht werden. Wie und wann alles vonstatten gehen soll, steht noch nicht fest, aber es besteht die Hoffnung auf den Baubeginn Anfang des Jahres 2021. Natürlich wird die Bibliothek während dieser Umbauarbeiten geschlossen sein.
In den erweiterten Räumen soll dann die Kinderbibliothek untergebracht werden, wofür auch Veränderungen der bestehenden Regalanordnung notwendig sein wird. Für den Umbau wurden SIWA-Mittel beantragt und genehmigt.
Die Kolleginnen freuen sich über die Erweiterung und hoffen, dadurch für die ständig wachsenden Besucherzahlen mehr Aufenthaltsqualität anbieten zu können.

Storytausch 11 mit Franziska Hauser

Franziska Hauser sitzt am Schreibtisch

Das Storytauschprojekt der Schreibwerkstatt wird 11 Jahre alt! Zum elften Mal schreiben die Jugendlichen gemeinsam mit einem Autor / einer Autorin eine Geschichte, die zum Ende des Jahres mit einer Buchpräsentation vorgestellt wird. In den vergangenen Jahren waren das Jochen Till, Martina Dierks, Thomas Fuchs, Boris Koch, Jenny-Mai Nuyen, Micha Ebeling, Alf Ator, Dietmar Wischmeyer, Thomas Brussig und Iny Lorentz. Für 2021 konnte die Autorin und Fotografin Franziska Hauser gewonnen werden. Coronabedingt haben sich die Teilnehmer bisher nur auf Zoom kennenlernen können.

Mitte Dezember 2020 legten sie in dem Meeting unter Anleitung von Franziska Hauser fest, worum es in den Beiträgen gehen wird: Liebe unter Zwang, verbotene Liebe… (nicht zwingend Partnerliebe, sondern Beziehungen jeder Art)
Es wurde noch ein Schwierigkeitsgrad eingebaut. Jeder soll in einer Perspektive und Zeitform schreiben, die er normalerweise nicht verwendet. Und damit kann es dann auch schon losgehen mit allen Freiheiten fürs Fabulieren und Fantasieren. Jeder schreibt seine eigene Geschichte.
Wer möchte, kann sich noch anschließen.

Hier gibts weitere Informationen

Jugendjury Marzahn-Hellersdorf

Ausschnitt aus dem Film über die Sitzung der Jugendjury

Bleiben wir bei der Schreibwerkstatt. Wir hatten schon berichtet über das Filmprojekt, aus dem der wunderbare Imagefilm über die Schreibwerkstatt hervorgegangen ist. Finanziert wurde dieser aus Mitteln des Jugenddemokratiefonds. Dafür mussten sich die Teilnehmer*innen mit ihrem Konzept zur Sitzung der Jugendjury bewerben und gleichzeitig darüber abstimmen, wie die Gesamtsumme auf die Projekte aufgeteilt wird. In diesem Jahr fand diese Zusammenkunft online auf Zoom statt, organisiert vom Kinder- und Jugendbeteiligungsbüro Marzahn-Hellersdorf und dem Humanistischen Verband. Das folgende Video vermittelt einen aufschlussreichen Eindruck von der Jurysitzung.

Weihnachts-Special

Liste der vorgestellten Bücher Weihnachts-Special

Neben unserem literarischen Adventskalender, der in unserem Podcast “Schwebende Bücher” veröffentlicht wurde (und noch immer dort abrufbar ist), gab es am 16.12. noch ein zusätzliches Weihnachts-Special von Kerstin Morgenstern und Renate Zimmermann. Während erstere so viele Leseempfehlungen parat hatte, die sie unbedingt noch vor den Feiertagen loswerden wollte, hatte die andere einen riesigen SUB (Stapel Ungelesener Bücher) vor sich zu liegen und ließ die Hörer einen akustischen Einblick nehmen in erhofft spannende Bücher. Die Liste können Sie HIER abrufen.
Den Podcast finden Sie HIER oder auf anderen Podcast-Kanälen wie Spotify, Google-Podcast, iHeartRadio u.a.
Der nächste Termin “Schwebende Bücher” findet am 13.01.2021 statt, wieder ausschließlich als Podcast.

Bibliothek Kaulsdorf geschlossen

Regale mit Sachbüchern

Am 09.11.2020 konnte die Bibliothek Kaulsdorf endlich die Türen zu ihrem neuen Domizil in der Neuen Grottkauer Str. 5 öffnen. Leider müssen diese vorübergehend bis 08.01.2021 wieder geschlossen werden. Grund dafür ist die personelle Situation, vor allem im Zusammenhang mit dem Schutz der Gesundheit von Kolleginnen, die coronabedingt zur Risikogruppe gehören.

Neue Azubis gesucht!

eine Person steht vor einem Bücherregal hält einen Karton mit der Aufschrift "Azubis gesucht" vors Gesicht
Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf von Berlin sucht für den Ausbildungsbeginn am 01.09.2021 wieder engagierte und motivierte Bewerber für den Beruf Fachangestellte/r für Medien- und Informationsdienste / Fachbereich Bibliothek. Der Bewerbungszeitraum endet am 31.01.2021. Es sollte mitgebracht werden:
  • mindestens die erweiterte Berufsbildungsreife mit guten Noten in Deutsch und Mathematik
  • bei höherwertigem Bildungsstand mind. befriedigende Noten in Deutsch und Mathematik
  • Freude am Umgang mit Menschen
  • ausgeprägtes Arbeits- und Sozialverhalten
  • gutes Denk- und Sprachvermögen
  • Teamfähigkeit und Zuverlässigkeit
  • Interesse an Sprachen und Literatur
  • einen sicheren Umgang mit modernen Medien

Es können nur Bewerbungen berücksichtigt werden, die über das Berliner Karriereportal eingehen.
Dieses findet man unter: www.berlin.de/karriereportal
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an unsere Ausbilderin
Katharina Gatzke unter folgender E-Mail-Adresse:
katharina.gatzke@ba-mh.berlin.de
Tel: (030) 9989526

Öffnungszeiten in der Kritik

Öffnungszeiten
Bild: vege - Fotolia.com

Mit Einführung der verkürzten Öffnungszeiten in der Mark-Twain-Bibliothek kam es seitens unserer Besucher zu Beschwerden. Wir sind uns darüber im klaren, dass jede Reduzierung von Öffnungszeiten immer Nachteile hat, egal, für welche Variante man sich entscheidet. Notwendig waren und sind sie unter Corona. Das ist einerseits der Tatsache geschuldet, dass es viele Kolleginnen und Kollegen gibt, die aus unterschiedlichen Gründen zur Risikogruppe gehören und nicht im Publikumsverkehr eingesetzt werden können. Andererseits sind wir angehalten, im Kollegium den Mindestabstand zu wahren und in den Büros nicht mit anderen auf engem Raum zu sitzen. Zu normalen Zeiten gibt es bei uns zwei Schichten und dadurch täglich Begegnungen in Büros und an den Arbeitsplätzen. Einzige Lösung war hier die Reduzierung auf eine Schicht und somit zwangsläufig die der Öffnungszeiten. Denn auch wir müssen uns schützen. Sobald einer an Corona erkrankt, müssen wir schließen. Im November hatten wir von 10-16 Uhr geöffnet. Auch da gab es verständlicherweise Beschwerden von Berufstätigen. Deshalb haben wir uns nun für die derzeitige Variante entschieden. Die Möglichkeit, mal vormittags und mal nachmittags zu öffnen, haben wir wegen der besseren Merkbarkeit vermieden, um unsere Besucherinnen und Besucher nicht noch mehr zu verwirren. Eine Konstante sollte wenigstens sein. Wir raten übrigens allen, denen es möglich ist, den Bibliotheksbesuch in die späteren Nachmittagsstunden zu verlegen, um Schlangenbildung um 14 Uhr zu vermeiden. Grundsätzlich sind wir froh, überhaupt öffnen zu dürfen, natürlich unter strengen Regeln wie die Masken- und Korbpflicht. Nur so können wir den Überblick über die streng reglementierte Besucherzahl behalten. Dass die Nerven manchmal auch bei uns blank liegen – dafür bitten wir um Nachsicht. Wir müssen die Menschen dazu anhalten, den Vorschriften zu folgen, die wir uns nicht selbst ausgedacht haben, um die Leser zu bevormunden, sondern weil wir Corona die Stirn bieten und geöffnet bleiben wollen. Übrigens: Berlinweit gehören wir bezüglich der Öffnungsstunden zu den Vorreitern! Haben Sie also Geduld und seien Sie nachsichtig. Wir sind alle nur Menschen und allen geht die Situation an die Substanz. Zusammen kommen wir durch diese Zeiten, die auch wieder besser werden. Und dann natürlich mit den gewohnten Öffnungszeiten und entspanntem Personal.

Aufs Dach gestiegen

Dachgarten des Freizeitforums
Bild: Renate Zimmermann

Nun ist er fast fertig, der Dachgarten des Freizeitforums Marzahn. Auch die Bibliothek bietet mehrere Zugänge hinaus auf die riesige Freifläche. Obwohl noch kein Grün das Auge erfreut, geht schon jetzt das Kopfkino an, wenn man den angelegten Wegen folgt, unter den noch kahlen Pergolen hinwegschreitet, die Ausblicke nach fast allen Seiten und zum Himmel genießt. Was wird hier alles möglich sein! Unsere Besucherinnen und Besucher werden unter Sonnensegeln entspannt schmökern, Kaffee trinken, sich treffen, spielen, lernen, reden können. Die Freiflächen sind wunderbar nutzbar für Lesungen und andere Veranstaltungen. Indirekte Beleuchtung macht auch die Nutzung bei Dunkelheit möglich. Jetzt fehlen nur noch die Abschlüsse mit der Hauswand. Diese können erst erfolgen, wenn die neuen Fenster eingebaut sind. Drücken wir alle die Daumen, dass die Nutzung 2021 daran nicht scheitern wird!

Mediterrane Sehnsucht

Sonniger Hinterhof in Radda

Vom 07.01.2021 – 26.02.2021 kann man in der Mark-Twain-Bibliothek “Mediterrane Reisebilder” – Aquarelle von Günther Bach bestaunen und sich weit weg träumen in warme Gefilde. Günther Bach ist promovierter Architekt, Designer und Schriftsteller. Neben dem Schreiben ist er gelegentlich damit beschäftigt, nach Skizzen aus dem Fundus seiner Reisenotizen aus dem mediterranen Raum Aquarelle zu malen. Er bevorzugt dabei eine Mischtechnik aus Feder und Pinsel. Die Motive stammen vorzugsweise aus der Provence, der Toscana und von Zypern.
Der Künstler wurde1935 in Stendal geboren. Heute lebt er in Berlin/ Marzahn-Hellersdorf. Bereits in jungen Jahren begann er zu schreiben. Sein erster Roman „Das Horn des Hasen“, mehr als zwanzig Jahre zuvor in der DDR geschrieben, wurde erst im Jahr 2000 beim Verlag Angelika Hörnig publiziert und erreicht in diesem Jahr die achte Auflage. Die englische Übersetzung „The Horn of the Hare“ wird derzeit für die eBook-Fassung bearbeitet.
Der zweite Band seiner Romanreihe folgte 2004 und trägt den Titel „Pfeile im Nebel“. Vier Jahre darauf kam der dritte Band „Gegen den Strom“ auf den Markt. Ein vierter Band mit dem Titel „Das unsichtbare Ziel“ erschien im Juli dieses Jahres.
Aus seiner Feder stammen zudem bereits zwei Gedichtbände. In jüngerer Zeit dominieren zeitkritische Texte.
Über die vielseitigen Interessen Günther Bachs gibt seine Homepage einen Überblick.
Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Mark-Twain-Bibliothek zu besichtigen.

Online schreiben üben

Portraitfoto von Kirsten Jenne

Auch unsere Schreibwerkstatt für Erwachsene ist trotz Lockdown und ohne die Möglichkeit, sich live zu treffen, nicht untätig. Unter Anleitung von Schreibcoach Kirsten Jenne üben sich die Teilnehmer*innen gerade in einer Art Storytausch. Sie schreiben gemeinsam per Mail an einer Reihum-Geschichte, auf die wir schon sehr gespannt sind! Die Möglichkeit der Kommunikation per Chat wird auch von einigen rege genutzt. So bleibt die Gruppe weiterhin in Verbindung und kann in Nach-Corona-Zeiten dann wieder richtig durchstarten. Die Schreibwerkstatt war übrigens im September bei “Lesen im Park” dabei. Dazu mehr im nächsten Absatz. Sollten Sie Interesse haben an Anregungen rund ums Schreiben, wenden Sie sich bitte an Frau Jenne. Die Kontaktdaten finden Sie HIER.

Lesen im Park

Spätlese: Titelblatt

Im September fand im Bürgerpark Marzahn das Lesefest “Marzahner Spätlese” statt, an dem sich auch Mitglieder unserer Schreibwerkstätten (Erwachsene und Jugendliche) beteiligten. Organisiert wurde das Ganze von BENN (Berlin Entwickelt Neue Nachbarschaften) am Blumberger Damm.
Besucher des Festes und auch die Organisatoren waren sehr begeistert von den vorgetragenen Geschichten. BENN entschied sich deshalb, die Texte in einer kleinen Stadtteilzeitung “Benny” zu veröffentlichen, einer extra Ausgabe zum Lesefest. Nun ist die Zeitung fertig und wurde am 30.12.2020 mit der Berliner Woche in den Haushalten in Marzahn Mitte verteilt. Sie liegt auch an verschiedenen Orten in der Nachbarschaft zum Mitnehmen aus. Einer davon ist die Mark-Twain-Bibliothek. Es ist immer wieder schön, wenn Kooperation und Nachbarschaft so gut funktionieren!

Was machen eigentlich unsere Schachspieler?

Schachbrett mit umgefallener Spielfigur
Bild: EcoPim-studio - Fotolia.com

Diese Frage stellten wir Trainer Steve Gildemeister und er hat viel zu berichten:
“Wir spielen online weiter. Auch mit den Kindern! Dazu melden sich die Eltern bei mir und wir organisiere das. Leider müssen dazu die technischen Voraussetzungen gegeben sein.
Mit einem Trainer, der auch die Bibliothek immer besucht, spiele ich oft privat.
Die Lockdown-Zeit habe ich genutzt, um Inventur zu machen mit meinen Schachmaterialien, und alles was für Veranstaltungen wichtig ist.
Aktuell erstelle ich ganz viele Videos und Präsentationen für Gedächtnistrainings und Schach. Nebenbei analyse und trainiere ich eine unter Schachspielern ganz bekannte Schacheröffnung. Welche, möchte ich aber nicht verraten.
Zudem habe ich mir im Schach eine Weihnachts-Spiel-Variante ausgedacht, die ich mit den Kindern gespielt hatte. Die würde ich bis Februar 2021 anbieten und dann freue ich mich schon auf den Schach-Osterlauf, welcher ja 2020 in der Mark-Twain Bibliothek stattfand und auch für das große Schachevent gedacht war, das wegen dem 1. Lockdown wiederum ausgefallen war…
Übrigens hat letzten Samstag einer meiner 10-jährigen Schüler es geschafft, eine Zahlenkette mit über 1000 Ziffern aufzusaugen!”
Sie sehen, die Ideen gehen nicht aus. Sollten Sie sich für Schach interessieren und vielleicht auch für Gedächtnistraining, sind Sie bei Herrn Gildemeister an der richtigen Adresse.
HIER finden Sie weitere Informationen und Kontaktdaten.

Digitale Bildung für Bibliotheken

Webseite von Coding for Tomorrow

Wie können Mitarbeitende in Bibliotheken digitale Bildungskonzepte verstärkt in ihre Arbeit integrieren? Welche Tools und Werkzeuge unterstützen dabei?
Zusammen mit den Jungen Tüftlern und Coding for Tomorrow hat der Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins (VÖBB) ein spannendes Angebot für digitale Projekte in Bibliotheken entwickelt, das frei nachgenutzt werden kann. Neben Erklärvideos von Kolleg*innen gibt es auch Schritt-für-Schritt-Anleitungen zum Selbermachen in der Bibliothek.
Die digitale Zukunft ist hier. Um junge Menschen darauf vorzubereiten, brauchen sie schon heute die Fähigkeiten von morgen. Bei CODING FOR TOMORROW lernen Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte den eigenständigen, kreativen und kritischen Umgang mit digitalen Technologien. Das Ziel ist es, innovative Bildungsangebote zu schaffen, mit denen eine technologiebasierte und zeitgemäße Bildung an Schulen chancengerecht gestalten werden kann.
Weitere Informationen

Benis neue Abenteuer

Buchcover "Beni und Oma in den Gärten der Welt"

Im Januar hatten wir eine Anfrage von Ulrich Nowikow (Grün Berlin GmbH) zu einem Projekt, das sich auf den in Arbeit befindlichen Jüdischen Garten innerhalb der Gärten der Welt in Marzahn bezog. Es ging um die Entwicklung und später auch Durchführung von Workshop-Angeboten für Schüler*innen, die auf spielerische und poetische Weise an die Thematik Judentum, jüdischer Garten, biblische Pflanzen usw. herangeführt werden sollen. Das Umweltbildungszentrum von Grün-Berlin im Kienbergpark in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Gärten der Welt ist schon seit der IGA (Internationale Gartenausstellung) im Jahr 2017 erfolgreich tätig in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und auch Erwachsenen. Von dort aus kam auch der Impuls zur Zusammenarbeit mit der Schreibwerkstatt und der Mark-Twain-Bibliothek. Eine der Teilnehmerinnen entdeckte bei der Recherche die wunderschönen, bei Hentrich & Hentrich erschienenen Kinderbücher über Beni und seine vergessliche Großmutter von Eva Lezzi und Anna Adam, die sich mit dem jüdischen Leben und Alltag beschäftigen. Das Besondere daran ist u.a. die Verwendung fantasievoller und lebendiger 3-D-Collagen. Wir alle konnten uns lebhaft vorstellen, dass Beni mit seiner Oma auch den Gärten der Welt einen Besuch abstattet und dort diverse Abenteuer erlebt. Die Kontaktaufnahme mit Frau Lezzi und Frau Adam erwies sich als ein Glücksgriff. Mit Begeisterung und großem Engagement der beiden sowie finanzieller Unterstützung von Grün Berlin GmbH wird nun am 1. April 2021 das Buch “Beni und Oma in der Gärten der Welt” erscheinen und kann auch bei Workshops im Jüdischen Garten zum Einsatz kommen. Wir hoffen, dass dann auch einer Buchpremiere in der Mark-Twain-Bibliothek nichts mehr im Wege steht.
Weitere Informationen zu Eva Lezzi, Anna Adam und jüdische Kinderbücher finden Sie HIER.

Starten Sie nun mit uns in ein spannendes Jahr 2021, das wir mit großen Plänen und Vorhaben beginnen. Erfahrungsgemäß wird nicht alles so klappen, wie wir es uns jetzt vorstellen, aber wir haben viele Ideen und sind überzeugt, dass uns nun nichts mehr erschüttern kann!

In diesem Sinn verabschieden wir uns bis in vier Wochen zum Februar-Newsletter und wünschen Ihnen alles Gute und viel Gesundheit!

Ihr Team der Stadtbibliothek Marzahn-Hellersdorf